Bei unserem Ausflug im Frühjahr 2010 ( siehe Blog) hatten wir im „ Moon Bear Rescue Centre“ nur die leeren Gehege, aber keine Bären vorgefunden. Deswegen lenkten wir unser Moped am vergangenen Wochenende noch mal dorthin. Sicherlich trug auch die Routine von nunmehr fast 3 Jahren Mopederfahrung dazu bei, dass uns die Fahrt mit jeweils knapp 2 Stunden wesentlich kurzweiliger vorkam.
Und diesmal hatten wir auch Glück. Trotz Mittagspausenzeit zeigten sich einige der erwachsenen „Moon-Bears“
und auch einige aus der Kinderstube.
Dies soll wohl ein „ Sun-Bear“ sein. Allerdings kann ich den Unterschied ( der Brustfleck soll mehr rötlich gefärbt sein) nicht so eindeutig erkennen. Aber kleiner ist er allemal.
Große Mengen meistenteils ausländischer Fördergelder wurden aufgewendet, um nun mittlerweile über 100 Tieren, die größtenteils aus illegalen Bärenfarmen in Vietnam stammen, eine tierwürdige Unterkunft zu bieten. Und gleichzeitig wurden auch einige Arbeitsplätze für Vietnamesen geschaffen. Damit ist das Reservat ein prestigeträchtiges Vorzeigeobjekt.
Ob aber der gewünschte Effekt, durch Aufklärung und Vorbildwirkung die illegale Bärenhaltung zur Gewinnung der Bärengalle einzudämmen, erreicht wird , ist doch wohl mit großer Skepsis zu betrachten. Eine Renaturalisierung der Tiere ist wohl auch nicht angedacht und dazu bestehen kaum Chancen.
Somit bleibt das ganze wohl ein sehr teures Altersheim für Tiere, über dessen Wert man sehr geteilter Ansicht sein kann.
( mehr Infos findet Ihr bei „Jowis-hanoi-experience.blogspot.com“)
Die Auffahrt zur „ Tam Dao Hill Station“ ist nach wie vor spektakulär mit tollen Ausblicken und zunehmend frischer Luft.
Der Ort liegt malerisch am Hang.
Die aus dem Tal heraufziehenden Wolkenfetzen ließen die Wolkenuntergrenze in dieser Höhenlage schwanken
und boten teilweise ans mystisch grenzende Anblicke
Doch insgesamt hat der Ort nach wie vor nicht zu viel Schönes vorzuweisen, aber eben vietnamesischen Massentourismus, auf den auch die Gastronomie und Hotellerie abgestimmt sind . Das Frühstück im
„ 3 Sterne- Huon RungHotel“ war eine einzige Katastrophe. Die einzige vernünftige Lokalität scheint nach wie vor das Mela-Hotel mit einem interessanten Speisenangebot zu sein- u.a. Beef ( sogar weich!!) mit Kaffeeblüten- lecker!!
Die „Attraktionen“ des Ortes sind

- der
Wasserfall, der diesmal sogar Wasser führte,
aber in einem Ranking aller besuchten Wasserfälle
ziemlich weit hinten landen dürfte
- die Chua, in der nun ein weiteres Gebäude
in Betrieb genommen wurde und einen
wechselnd bunt beleuchteten Buddha präsentiert.
Erstaunlich war für mich, dass an den 2010 noch strahlend weißen Figuren
im Freien das Wetter doch schon
leicht ergrauend gewirkt hat.
Es ist noch ein größeres Gebäude im Bau, zu dem alle Baumaterialien auf der Schulter hochgeschleppt werden.
Zu den weiteren Besonderheiten des Ortes gehören die katholische Kirche und das Gemüse " Su su" . Dazu gibt es später nochmal mehr
All diese Plätze sind mit viel Treppensteigen erreichbar. So richtig schön wandern kann man in diesem Ort nicht. Auch unten im Park am Fuße des Massivs war leider der Wanderweg entlang des Baches durch Bauarbeiten zur Erweiterung der Bärenstation verwehrt.
Ein im Jahre 2010 zumindest noch auf den anfänglichen Metern erkennbarer Trail, der in Initiative der GTZ errichtet worden war, ist nun zugewachsen und die Hinweisschilder verrotten am Boden-
so viel zum Thema „Nachhaltigkeit“……
Für den Botaniker noch interessant war diese Blüte, deren Namen aber im Bärencenter nicht mal auf vietnamesisch wusste. Der Baum soll wohl nicht aus dieser Gegend stammen