Sonntag, 13. Dezember 2009

Hier noch ein paar ergänzende Fotos von meiner gestrigen Foto-Pirsch zum Thema: "Mopedfahren"

Bia Hoi vom Faß gefällig?

....ab zum Fliesenleger....

Ein Altstoffsammler







Von vorn und von hinten













Nein, das sind keineweiblichen Lanzelot`s
- es wird einfach nur
eine Stange transportiert















Auch „Patrioten“ fahren durch die Gegend



Die klassische Form des Gütertaxis

in zwei Varianten


Zur Figur die passende Ladung ???

Aber eigentlich sind ja Moped zum Personentransport gedacht:

Eine Person ist ja langweilig, und wenn sie noch so schmuck ist....


Zwei Personen sind normal- bei drei Erwachsenen wird`s schon wieder „ kribbelig“


Und zwei Kinder noch dazu- das ist auch nicht unüblich


Bei der Art des Kindertransports hört für mich der Spaß auf!!! ( Man beachte – das Kind steht auf dem Bodenbrett!!)


Ja , es gäbe noch unzählige lustige und z.T. auch makabre Motive zu fotografieren. Aber nicht immer hat man den Apparat zur Hand oder ist schnell genug am Auslöser
Und manchmal sträubt sich auch die Linse, das aufzunehmen!!!!

Freitag, 11. Dezember 2009

Die elektrische Fliegenklatsche

Bereits im OBI- Baumarkt in Erfurt war sie mir aufgefallen. Erst hatte ich über diesen „ neumodigen Kram“ gelächelt , dann doch mit dem Gedanken gespielt , ein solches Gerät mitzunehmen. Aber es schien mir dann doch übertrieben...
Mit Schmunzeln entdeckte ich derartige Geräte dann auch hier in den Supermärkten- allerdings zu halben Preis.

Und als ich dann in einem Lokal beobachtete, wie das Personal geschickt und erfolgreich damit umging, wagte ich auch die „ große Investition“- Ja und nun versieht sie hier gute Dienste.
Nachdem die Mücken und sonstige Flugungeheuer in den kalten Tagen schon in die Winterstarre gefallen waren, sind sie nach der Rückkehr des Sommers wieder mächtig aktiv geworden. Und alle wollen sich partout nicht von Hand erschlagen lassen.
Da nicht immer nur die „ chemische Keule“ geschwungen werden soll, bringt`s jetzt die elektrische. Besonders bei der Jagd auf die kleinen Fruchtfliegen, aber auch auf die Riesenmücken leistet sie gute Dienste und so mancher dieser Plagegeister musste sein Leben zwischen den Drähten des tennisschlägerähnlichen Gerätes lassen- eine nützliche Erfindung!!!!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Kulturerlebnisse

Also, als „ Kunstbanause“ hatte ich mich bisher nicht betrachtet.! Aber zugegeben, mit der aktuellen Gegenwartskunst bin ich nicht so vertraut. Deshalb kannte ich bis gestern Abend auch Herrn Wolfgang Rihm, den
„ meist performden lebenden Komponisten Deutschlands“ ( O-Ton des Sprechers des Signum-Quartets), nicht. Wir besuchten ein Konzert im Rahmen des Europäischen Musik-Festivals 2009 in Vietnam.
Nun ja, was da 25 min lang von den Musikern geboten wurde, konnte nicht nur ich nicht verstehen. Interessant war zu beobachten, mit welcher Hingabe die Akteure die meist disharmonische Aneinanderreihung von Tönen darboten- oft im schroffen Wechsel zwischen laut und leise. Auf die Frage , die sich mir und einigen anderen Kollegen und Bekannten stellte, was denn wohl den Komponisten zu dieser Art von Musik bewegt haben möge, fand Vera eine sarkastische Antwort: „ der hat sich sicherlich mehrfach im dicksten Gewühl in der Cat Linh ( siehe mein Post über das Mopedfahren) durch das tägliche Chaos gewurstelt ??!!“

Glücklicherweise boten Haydn und Mendelssohn- Bartholdy die erforderliche Harmonie und Entspannung!!!

Trotz alledem finde ich es toll, auf diese Weise in der weiten Welt ab und zu Bekanntschaft mit aktueller Kunst , auch aus Deutschland zu schließen- Eine Möglichkeit, die wir – ehrlich gesagt- in Deutschland sicherlich weniger nutzen würden....

Dienstag, 1. Dezember 2009

Adventskalender auf Vietnamesisch

Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch ein Adventskalender.
Ich war mit nicht sicher, ob ich so etwas hier finden könnte- also musste ich mir etwas einfallen lassen.
Das Ergebnis seht Ihr hier:



Übrigens: Mọt heißt Eins – aber das konntet Ihr Euch sicher denken, oder?

Inzwischen habe ich in einigen Geschäften ganze Stiefelketten von 1...24 gesehen.
Überhaupt haben viele Geschäfte die Christmas- Saison für sich erschlossen und „ Watte- Schnee“ haben wir auch schon entdeckt. Und das bei 25 Grad am vergangenen Sonntag

Die Wohnung haben wir auch vorweihnachtlich geschmückt:


Der Reiseweihnachtsbaum im Hintergrund begleitet uns nun schon seit 2005 auf unseren Reisen und kennt nach Kiew und Baku nun auch Hanoi.

Montag, 30. November 2009

Moped fahren

Ja , das hätte ich mir vor 20 Jahren auch nicht träumen lassen, als Oldie noch mit dem Moped durch Hanoi zu kurven!!!!
Selbst vor 6 Wochen war es mir noch nicht vorstellbar, mich selbst in dem Getümmel bewegen zu können. Aber nun haben wir uns mental darauf eingestellt und nachdem wir dieser Tage Abends das perfekteste Chaos auf einer Kreuzung überstanden haben, kann es wohl nicht mehr schlimmer kommen- da „ rammelte“ alles auf die Kreuzung drauf, egal ob PKW , Moped oder Fahrrad, man stand buchstäblich hautnah, aber irgendwie wurstelte sich jeder irgendwie durch und dann fuhr es sich plötzlich wieder ganz normal- unfassbar und unbeschreibbar!!!!


Der tägliche Wahnsinn in der Cat Linh ( vor Veras Bank) beginnt.... Man beachte die Wendemanöver!!!

Das Witzige an diesem Verkehrsverhalten ist , dass man eigentlich niemandem die Vorfahrt nehmen kann , denn – selbst wenn es da irgendwelche Regeln geben sollte, dann werden diese sowieso nicht eingehalten. „ Ich will vorwärtskommen( egal wie) und muß aufpassen, dass ich nirgendwo anecke- die anderen müssen schon auf sich selbst aufpassen !!!“- das scheint die zentrale Motivation zu sein
Und dabei ist man ja nie vor dem eigenen Fehlverhalten/ Unachtsamkeit, oder dem anderer gefeit!!!! (d.h. das Risiko fährt immer mit!!)

Erleichternd ist, dass der gesamt Verkehr meist mit Geschwindigkeiten von 0.... max. 40 km/h rollt bzw. steht. Oft genug kommen Fahrradfahrer genau so schnell voran, wie alle motorisierten Verkehrteilnehmer. Aber es gibt auch immer wieder , meist jugendliche Mopedfahrer, die glauben, sich mehr oder weniger elegant durch die Ströme sich hindurchjonglieren zu müssen.

Der tägliche Wahnsinn auf dem Weg nach Hause( hier noch aus der Sicht eines Bus- Passagiers- mittlerweile stecken wir oft genug mittendrin)

Im Prinzip herrscht Rechtsverkehr- aber das bedeutet noch lange keine Sicherheit, dass einem nicht plötzlich ein Zweirad, oder sogar auch ein Auto auf der eigenen Spur entgegenkommt. Ganz gefährlich ist diese für Fußgänger, die sich beim Betreten der Straße zunächst nach Links orientieren, aber plötzlich hart an der Bordsteinkante von rechts „ attackiert“ werden...


Ja und was man auf dem Zweirad so alles transportieren kann, zeigen die nachfolgenden Bilder ( diese Galerie ist in der Zukunft noch zu vervollständigen, denn nicht immer ist der Fotoapparat zur Hand)


Dienstag, 10. November 2009

Nachtrag zum Ausflug Ba Vi

1. Was tun, wenn zwar ein Moskitonetz im Kastenformat vorhanden ist- aber nur drei Haken in der Wand- Am Bett ist zwar eine Halterung für eine Stange für den 4. Haltepunkt des Netzes vorhanden- aber die Stange selbst fehlt ?????
„ Siemens- Lufthaken ???“

Nein- wozu gibt es am gegenüberliegenden Fenster Vorhänge!!!


2. In dem Dorf- Restaurant auf dem Rückweg wurde uns „ Beef“ angeboten- so hatte es zumindest ein zu Hilfe gerufener Gast interpretiert, denn die Speisekarte war nur in Vietnamesisch und ohne Bilder und Preisangaben vorhanden.
Diese Speise war dann auch schmackhaft gewürzt ( u.a. mit Sesam), aber sehr knorpelig, enthielt kaum verwertbares Fleisch und war verhältnismäßig teuer.
Im Nachhinein identifizierten Kenner nach unseren Beschreibungen dies als Rinderohren!!!!!
Hier zu Lande eine der Delikatessen, die sich uns nicht als solche erschließen.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Mopedausflug nach Ba Vi

Am Samstag, den 17.10. starteten wir zu unserem ersten richtigen Mopedausflug. Das Ziel liegt ca. 50 km nordwestlich von Hanoi. Der Empfehlung von Gottfried- einem erfahrenen und lange in Hanoi wohnenden CIM-ler- folgend, fuhren wir zunächst wieder auf der Dammstraße entlang des Roten Flusses, die wir schon auf den ersten km getestet hatten.
Nach Verlassen des Dammes führte die Route durch urwüchsige Landschaft mit Reis-, Mais und Gemüsefeldern.
In Son Tay, mussten wir nur zweimal fragen und wurden sogar verstanden und richtig geleitet und dann kamen wir sogar ohne Probleme an dem Nationalpark an.
Sowohl der Einlass- Posten, als auch die Ticket- Verkäuferin ( 35.000VND für 2 Personen und 1 Moped) sprachen leidlich englisch und versicherten, dass man im Ressort des Parks auch übernachten könne.

Bis dahin verlief die Fahrt nahezu eben, aber nun ging es in die Höhe- fast wie im Thüringer Wald. Unterwegs bot sich ein herrlicher Blick auf ein Ressort an einem See- das wäre nach unserem Geschmack eine Stätte zum Übernachten gewesen....

Aber die Straße führte weiter bergauf in andere Richtung. Auf einem Plateau erreichten wir dann ein Objekt mit verschiedenen Chalets und Sportstätten, einem „Restaurant“ und einer Reisegruppe, die auf die Abfahrt wartete- oder warteten sie auf die Belegung ihrer Zimmer?
Jedenfalls war in der Rezeption niemand so richtig ansprechbar und ein recht lustloser junger Mann bedeutete uns dann, dass keine Zimmer verfügbar seien. War der einfach nur zu bequem ???

Also wurde die Frage der Übernachtung oder Rückfahrt nach hinten verschoben und es stand erst mal „ Landschaft“ auf dem Programm. Und bald zeigte sich, dass die ersten Kilometer bis dahin nur „zum Angewöhnen“ waren. Denn nun ging es wirklich nach oben- enge Straße , aber glücklicherweise in gutem Zustand und atemberaubende steile Haarnadelkurven. Es erleichterte die Fahrt schon erheblich, dass nur ganz wenig Fahrzeuge „ auf der Piste“ waren- die Spiegel an jeder Kurve waren zumeist be- oder zerschlagen und damit wenig hilfreich.
Das Ganze führte durch üppig grünen Laubwald, in dem sich teilweise ohrenbetäubender Grillen- „ Gesang“- der manchmal die Lautstärke von Drennschleifern erreichte- und Vogelgezwitscher abwechselten.
Die Freude am Fahren wurde etwas getrübt durch den besorgten Blick auf die Tankanzeige, die sich bedrohlich dem roten Bereich näherte. Aber so kurz vor dem Peak aufgeben ? Nein, das kam doch nicht in Frage!! Und so erreichten wir nach ungezählten Kurven einen kleinen Parkplatz mit „ Imbiss- Bude“ und Souvenir- Shop. ( Wir konnten es uns verkneifen, eine der angebotenen Koniferen- Gewächse- „ echt vom Mt. Dinh Vua“ zu erstehen.)

Von hier aus begann der Aufstieg zum Ho Chin Minh- Tempel.

( Dass wir damit über 770 Stufen den höchsten der drei Gipfel in 1296 m Höhe erklimmen sollten und dass es zur Pagode auf dem kleineren Nachbargipfel nur 220 Stufen gewesen wären, erfuhren wir erst hinterher bei der „ Nachbereitung“). Aber frische, angenehm milde Luft und toller Baum – und Buschbestand ließen uns den Aufstieg gar nicht so beschwerlich vorkommen. Auch hatten wir „ Wetterglück“- Sonne und leichte Bewölkung wechselten einander ab und der sonst übliche Nebel „ fand nicht statt“. Nur der berühmte Fernblick „ bis nach Hanoi????“ blieb uns leider verwehrt.


Der Abstieg war auch weniger beschwerlich, als befürchtet.
Aber dann begann die Abfahrt. Teilweise mit einigem Zittern in den Kurven habe ich sie aber doch ganz gut ohne Malheur bewältig. Wir kamen wohlbehalten unten an , wo ich auch gleich an einer „ Mini- Tankstelle“ tanken konnte.
Für die Heimfahrt war es dann aber doch schon recht spät geworden und so versuchten wir unser Glück in dem schon von oben gesichteten
Ressort „ Ho Tien Sa“-
das erwies sich für uns als Glückstreffer- einfach, sauber, preiswert und ruhig!!!.

Vor und nach dem schmackhaften Abendessen hatten wir genügend Zeit und Muße, um am See sitzend „ mit der Seele zu baumeln“. Und welch prächtigen Sternenhimmel uns die Dunkelheit bescherte, kann man kaum mit den Worten beschreiben.
Nach dem nicht ganz so üppigen Frühstück lockten Sonnenschein und frische Luft , die Umgebung zu erkunden. Wir trafen eine Affenfamilie ( irgendwann hat sicher jemand den Käfig offen gelassen und so hat sich die Familie da heimisch gemacht)













und steinerne Drachen,













beobachteten die Pflückerinnen in einer Teeplantage
und entdeckten Bäume/ Sträucher, von denen wir bisher nur die Früchte kannten ( z.B. Carambolas- oder Sternenfrüchte)

Die ganze Anlage bedarf zwar insgesamt einer etwas stärker ordnenden Hand – aber sie hat uns bestimmt nicht das letzte Mal gesehen.....

Der riesengroße Vorzug dieser Region: frische Luft, Ruhe und so gut wie keine Mücken!!!!

Auf dem Rückweg wollten wir noch ein paar Touristenressorts bzw. Hotelanlagen besichtigen, die sich alle am Fuße des Bergmassivs angesiedelt haben. Das gelang uns aber nur z.T., denn schon allein für die Einfahrt sollte man Eintrittsgelder entrichten, die die für den Park erheblich überschritten. Das war uns dann doch zu dumm- aber so wissen wir wenigstens, wo sich die Anlagen befinden ....

In einem eigentlich nett anschauenden Dorfrestaurant wollten wir noch köstlich speisen, aber das erwies sich nicht als ein kulinarischer Höhepunkt. Das einzig Bemerkenswerte- der Fisch wurde vor unseren Augen aus einem Zierbecken gefischt....










Den Rückweg fanden wir ohne weitere Such- und Frageaktion. Auf der Dammstraße ereilte uns der erste „ Platte“ im Hinterrad- glücklicherweise unmittelbar vor einer Werkstatt. Ein junger Mann flickte den Reifen, ohne das Rad auszubauen und verlangte dafür sage und schreibe 10.000 VND ( Zum Verständnis: Das sind 0,40 EURO- Lohn für ca. 30 Minuten am Sonntag Nachmittag!!!!)

Geschafft, froh und auch etwas stolz haben wir dann die erste Tour von insgesamt ca. 150 km beendet....

Dienstag, 13. Oktober 2009

Rent a motobike


Es ist vollbracht!!!!

Am Donnerstag, den 8.10. habe ich ein Moped gemietet- eine Yamaha Novou, Vollautomatik
Der Mietvertrag ist sehr simpel- außer einer Passkopie wollte man weiter nichts sehen...

Mit Hilfe einer Freundin eines CIM-lers bewältigt ich doch einigermaßen wacklelig die ersten paar 100 m bis zur Tankstelle. ( 3,2 l für 50.000 VND)
Und dann war ich schon bald auf mich allein gestellt. Wir hatten ja bewusst die Zeit des Mittagsschlafes der Vietnamesen gewählt, weil da der Verkehr gering ist- relativ!!!
Der Adrenalin- Spiegel war schon ganz schön hoch, um die ca. 7 km bis nach Hause zu bewältigen. Denn schon zu dieser Zeit kamen urplötzlich hinter mir oder seitlich oder vor mir irgendwelche Fahrzeuge , Fußgänger oder sonstiges angebraust oder blieben plötzlich stehen.
Glücklicherweise kannte ich die Strecke und so konnte ich dann doch schon ab und an auch einen Blick auf die Umgebung, speziell den West- Lake, werfen.
Ich kam wohlbehalten und geschafft zu Hause an!!!

In den nächsten Tagen war erst mal Fahrtraining angesagt -erst allein und dann mit Sozia.
Und am Samstag Abend ging`s dann schon in den Abendstunden zu Ivo`s Einweihungsparty auf die andere Seite des West-Lake. Wir hatten ja gehofft, dass wenigsten bei der Heimfahrt die Straßen dann schon leerer sein sollten- aber „ Pustekuchen“!!! Das Getümmel war schon noch gewaltig, doch die paar km haben wir dann doch ohne Zwischenfälle bewältigt

In die Innenstadt traue ich mich aber noch nicht und so bleibe ich dem Busverkehr immer noch erhalten.


Erste Ausfahrt

Wenn auch die größeren Touren noch paar Tage warten müssen, so trauten wir uns am Sonntag zur ersten „ Spritztour“- Wiederum in der „ Mittagsschlaf-Zeit“ zwischen
12 und 15 Uhr wählten wir den schnellsten Weg aus der Stadt und fuhren ein Stück auf der Dammstraße entlag des Roten Flusses. Zwar gings nicht durch spektakuläre Landschaften , aber eben Landschaft, ein Holzdorf und ein Ziegeldorf und viele Tempel und Pagoden und viele Felder ( Mais, Gemüse, Bananen ) - und immer wieder der Blick auf den Fluß- zum Einfahren gerade recht.

Inzwischen habe ich / haben wir schon ca. 100 km bewältigt!!!

Montag, 5. Oktober 2009

Ausflug in die HaLong-Bay



Am 19.9. starteten wir kurz entschlossen zu einer Zwei- Tages- Tour in die Ha- Long – Bucht- eines der absoluten High lights eines jeden Vietnam- Aufenthaltes

Anfahrt

Nach einem kurzen „ Touristenpicking“ fuhren wir in einem klimatisierten Bus mit wenig Beinfreiheit ( einen der wenigen „ geräumigeren“ Sitze konnte ich mir ergattern) nach Überquerung des „ Roten Flusses“ zunächst nach Nordosten und dann nach Osten. Die Straßen waren überwiegend gut mit etlichen „ Humps“. Drei Mautstationen, etliche Städte, mehrere Industriebetriebe ,viele Dörfer und noch mehr Reisfelder passierten wir. Für die ca. 120 km benötigten wir 3 h. Die maximal zulässigen Geschwindigkeiten ( 40 bzw. 50 km/h innerorts und 80 km/h außerorts ) wurden strikt eingehalten, aber nur selten auch erreicht. Dafür boten sich weitere zahlreiche Beispiele für die Ideenvielfalt beim Transport.
In Halong-City ( entstanden aus dem Zusammenschluss der Städte Bay Chay und Hong Gay )empfing uns im Hafen ein für uns fast unüberschaubares Gewimmel an Land und auf dem Wasser. Erstaunlich, wie schnell sich das dann doch ordnete und wir auf unserem Zubringerboot saßen. Dieses musste sich den Weg regelrecht „freikämpfen“, indem es eines der zahlreichen Barken, Dschunken udgl. einfach beiseite schob! Und so brachte es uns nach kurzem Törn wohlbehalten zur

Oriental Sails


Von den 16 Kabinen waren glücklicherweise nicht alle belegt. Die ganze Reisegesellschaft bestand aus ca. 20 Personen, davon nur drei aus Europa. 4 kontaktfreudige Sri Lanker, Vater , Mutter und Tochter aus Japan – sehr schweigsam und noch ein Pärchen aus Japan- nahezu wortlos; 2 Single aus Australien, 2 Schwestern mit Mutter aus Singapore, Chinesen, Vietnamesen- eine „ multi-kulti“ Gesellschaft, die viele Gelegenheiten für Charakterstudien bot. Natürlich wurden wir „ Germans“ auch interessiert und teilweise belustigt beobachtet- vor allem beim Essen.
Insgesamt bot das Schiff viel Platz und auch (als eines der wenigen, wie wir später sehen und angenehm spüren konnten) einen geräumigen Schattenplatz auf dem Sonnendeck- bei dem strahlenden Sonnenschein an beiden Tagen sehr willkommen!
Die Kabinen ( sauber und mit eigenem Bad mit Dusche und Toilette)waren relativ klein – wir haben unsere kaum genutzt- dazu später mehr...

Nach kurzer Eingewöhnung wurde schon der Lunch serviert- leckeres „ local food“. Dabei überquerten wir in „ voller Fahrt“ die Bucht und bogen ein in nicht enden wollendes Gewirr von Buchten , Felsen, Kanälen. Ein phantastischer Anblick löste den nächsten ab. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Passagiere aufsprangen und die Auslöser der Fotoapparate klickten.



Vorbei an einem Wahrzeichen der HaLong- Bucht- den „fighting oder kissing pigs“ genossen wir die ruhige Fahrt durch die Felsen- nun schon auf dem Oberdeck im bequemen, schattigen Pavillon.

Höhlentour

Erste Station war eine Bucht, in der es wiederum per Beiboot zur Höhle Sung Sot ging. Dies besteht aus drei Sälen mit vielen Stalaktiten und Stalakniten. Mit etwas Phantasie konnte man auch Drachen und Buddhas entdecken.
In der Karte könnt Ihr einen Überblick über die Bucht erhalten- natürlich konnten wir in dieser kurzen Zeit nur einen klitzekleinen Zipfel erkunden – das macht Appetit auf „ mehr!!“

http://maps.google.com/maps?source=s_q&hl=de&geocode=&q=Halong+Bucht&vps=1&jsv=178b&sll=37.0625,-95.677068&sspn=15.327017,35.068359&ie=UTF8&hq=Halong+Bucht+loc:&radius=15000.000000&split=1

Kajaking

Nach der Rückkehr zum Schiff folgte gleich der nächste Programmpunkt- paddeln.
Das Einsteigen in die Boote über die Reling gestaltete sich etwas schwierig und langwierig. Und dabei zeigte unser Reiseleiter seine ersten, aber gravierenden Schwächen. Er gab zwar noch eine grobe Richtung vor : „ durch den Tunnel !!“- aber den mussten wir dann selbst finden. Also „zogen wir erst mal als irrer Haufen durch die Gegend“...


Den Tunnel fanden wir tatsächlich und dahinter zeigte sich eine malerische Bucht- umgeben von Felsen mit tollen und vielfältigem Bewuchs. Beim Staunen und Entdecken merkten wir erst spät, dass es Zeit zum Umkehren war. Mit uns war auch nur noch ein weiteres Boot. Als wir aus dem Tunnel zurück in die weite Bucht kamen , wurde es schon dämmrig, kein Reiseleiter war zu sehen und die Felsen und Schiffe sahen alle ähnlich aus- nur keines hatte einen Pavillon auf dem Oberdeck !!!
Aber letztendlich haben wir doch noch „ heim“ gefunden und ich bin dann schon im Dunklen nochmals ins Wasser- leicht salzig und warm.

Käp`tensdinner

Nach kurzer Verschnaufpause wurde zum Dinner gerufen. Und das übertraf all unsere Erwartungen. Was da die Besatzung in der gewiss nicht zu großen Kombüse alles zusammengezaubert hatte, war Sinnesschmaus für Gaumen und Augen gleichzeitig. Zwei Beispiele:
- Krabben wurden als „ Randschmuck“ von Vasen serviert, in denen „ Blumensträuße“
aus kunstvoll geschnittenen Möhrenscheiben, Chilly und Gurkenstreifen steckten
- aus Gurkenscheiben wurden ein „Schüsselrand“ geformt, in dem das köstliche
Chicken-Curry serviert wurde
Und das Personal war auch gut geschult und kredenzte den Wein fachgerecht!!
Ich habe dann die Anzahl der Gänge nicht mehr gezählt. Da alle Gäste ihre Fotoapparate in der Kabine gelassen hatten, wollte ich die Atmosphäre auch nicht durch ständiges Blitzen stören und so müsst Ihr einfach meinen Schwärmereien trauen.

Abend- und Nachtruhe

Glücklicherweise war die ganze Reisegesellschaft überhaupt nicht partywütig. Und so „verkrümelte“ sich jeder an ein ruhiges Plätzchen. Auch von den vielen Schiffen , die in der Nachbarschaft ankerten, hielt sich der Lärm in Grenzen und auch unsere Besatzung stellte das Karaoke- Programm bald ein.
Wir hatten es uns an Deck auf den Liegen bequem gemacht und genossen den Sternenhimmel, der immer prächtiger wurde, je mehr Lichter in der Nachbarschaft erloschen. Und so beschlossen wir, an Deck zu schlafen. Das hatten wir ja schon mehrfach auf unseren „ Blauen Reisen“ in der Türkei praktiziert.
Es wurde dann zwar etwas tauig- feucht, aber eingemummelt in das Bettzeug störte uns das relativ wenig. Dafür waren die stimmungsvollen Momente, wenn man nachts mal kurz wach wurde, Balsam für die Seele: leichtes Plätschern des Schiffes und ein Zelt voller Sterne über uns......

Gerade rechtzeitig wurden wir wach, um den Sonnenaufgang zu beobachten und dann ein Bad zu nehmen- angenehm warm , aber doch erfrischend..
Zum Frühstück ging der Gaumenschmaus weiter, der Kaffee schmeckte und dann war wieder „ Baumeln mit der Seele“ angesagt.

Floating village
Mit dem Beiboot fuhren wir in eines der schwimmenden Fischerdörfer. Ca. 100 Familien wohnen hier fast das ganze Jahr hindurch. Sie betreiben Zucht von Meerestieren, Fischerei und Handel ( alle Touristenboote wurden ständig von Händlerinnen umschwärmt, die mit Dumpingpreisen – im Vergleich zu den Preisen an Bord- bei den Getränken lockten. Aber so tolle Umsätze konnte ich nicht beobachten- ob sich das lohnt????).

Eines der speziellen Boote zum Fang von Tintenfischen- an den Auslegern sind starke Lampen befestigt. Diese locken nachts die Tintefische an, die dann ihre Neugierde mit dem Leben bezahlen.

Im Dorf ist alles vorhanden, was eben ein Dorf ausmacht:
- ein Tempelchen- das einzigste Gebäude an Land
- eine Verwaltung
- eine Drei- Klassen-Schule
Die Versorgung mit Trinkwasser , Treibstoff und sonstigen Bedarfsgütern erfolgt vom Festland.
Der besondere Clou: auf einem der Bootsplattformen wurde sogar ein Ziegelstein- Haus errichtet.

Ja und dann war leider schon Zeit für die Rückfahrt. Diese war nicht mehr soooo spektakulär, denn der Kapitän hatte die direkte Route durch die offene Bucht gewählt. So war eben Zeit zum Rekapitulieren der Eindrücke, Beobachten von einigen größeren „ Kähnen“, die den Hafen von Ha Long ansteuerten, und einigen Dschunken, die die typischen Segel gesetzt hatten, und einfach zum Relaxen. Bei voller Sonne war der Schattenpavillon äußerst wertvoll und begehrt !

Der Lunch wurde noch an Bord serviert und dann erfolgte das Ausschiffen, Finden des Busses und die Rückfahrt reibungslos.

Fazit:
1. Auch schon für diesen Kurztrip viele unvergessliche Eindrücke
2. Da kann man sicherlich noch viel mehr erleben, wenn man längere Zeit dort verweilt und
die Relation Anreise: Aufenthalt in der Bucht noch günstiger gestaltet
3. Es gibt zwar auch Stellen mit einigermaßen klaren Wasser, aber insgesamt ist die
Wasserqualität nicht so toll, dass man dort einen Badeurlaub verbringen möchte

Freitag, 2. Oktober 2009

Sasha Waltz

Also ehrlich- als „ Kunstbanause“, zumindest was das Zeitgenössische anbelangt- konnten wir bisher mit diesem Namen nichts anfangen. So bot sich durch eine vom Goethe-Institut organisierte Performance im Opera House die Chance, uns einen Zugang zur modernen Tanzkunst zu verschaffen.
Mit uns sahen dann viele Vietnamesen und weniger Ausländer 5 „ kaputte Typen einer WG“, die in einer Mischung von wenigen Worten, Pantomime, Tanz und Akrobatik, Szenen ihres Alltags darstellten- inhaltlich nicht alles verständlich, tänzerisch-akrobatisch z.T. gut gelungen. Es gab viel Beifall, was uns zu der Schlussfolgerung führte, dass uns der Zugang ( s.o.) doch nicht so recht gelungen war. Da sind uns „ Nussknacker“ ( oder ähnliche) und/ oder Kammerkonzerte doch lieber. Letztere hatten wir hier schon zwei besucht, die uns alle beide ( ein Trio und einmal großes Orchester mit Solisten- beide auch vom Goethe – Institut organisiert) sehr gut gefallen haben
Fazit: Die Kultur bleibt uns hier in breitem Umfang erhalten- man kann ja auswählen und muss ja nicht alles als schön empfinden.

Dienstag, 22. September 2009

Wohnungssuche

( Das ist wieder ein Beitrag aus der Reihe „ Aufarbeitung unserer ersten Schritte“ und passt nicht ganz in die chronologische Abfolge)

Nach unserer Ankunft in Hanoi wohnten wir zunächst im Hotel „ Oriental Palace“- das hatte das GTZ- Büro in Hanoi vermittelt und gebucht.

Für unseren zeitweilig, dauerhaften Wohnsitz hatten wir uns vorgenommen, ein Haus zu mieten.
Unsere anfänglichen Prämissen waren:
- möglichst nahe an Veras Arbeitsplatz in der Cat Linh street-
Die Satteliten-Stadt Ciputra schlossen wir von vornherein aus
- möglichst ruhige und luftige Lage, d.h. nicht unmittelbar an einer Straße
und/oder „Moped-Gasse“
- Terrasse- möglichst überdacht
- 3 bis 4 Wohn- und Schlafräume
- trocken, d.h. keine offensichtlichen Wasserschäden
- kleiner Garten
- Miete 1.000 bis 1.300 $/ Monat
-
Nachdem uns Jovi mit seinem im Juli gefundenen Haus in Ba Dinh mit Garten und Swimming-Pool „ den Mund wässrig gemacht“ hatte, nahmen wir dieses Kriterium mit in die Suchliste auf, mussten aber sehr schnell feststellen, dass er damit wohl aufgrund seines Zeitvorsprunges von 1 Monat einen großen Glückstreffer gelandet hatte.

Nach Recherchen im Internet und aufgrund von Empfehlungen von Kollegen schalteten wir insgesamt 4 Makler in die Suche ein, die insgesamt sehr unterschiedlich aktiv waren:
- 1 Makler zeigte uns nur die „ Villa im französischen Stil“ und dann war
„ Funkstille“
- Mrs. Ha lies uns zwei Häuser zeigen. Nachdem wir uns mit einem Vermieter-
einem deutschsprechenden Ehepaar recht freundlich unterhalten hatten, war
sie dann doch sehr enttäuscht, dass wir dieses Haus nicht auswählten
und „lies sie uns dann auch hängen“
Am intensivsten arbeitet Mrs. Hong von www.Vnhouselink.com , mit der wir dann auch fündig wurden. Aber auch Sie zeigte uns ( wie auch ihre anderen Kollegen) Häuser, die absolut nicht unseren o.g. und klar formulierten Kriterien entsprachen.

Insgesamt besichtigten wir in einer Woche so ca. 15 Häuser. Das war ganz schön nervend!!!
Einige Häuser „fielen sofort durch`s Raster“; einige waren zwar insgesamt ganz schön, aber rochen muffig....
„Unser Haus“ könnt Ihr im Detail in der Fotogalerie besichtigen- zum Umfeld später noch mehr....

Mietbedingungen

Bei unserem jetzigen Mietobjekt konnten wir zwar den Preis noch etwas  herunterhandeln, mussten uns dann aber mit den übrigen Bedingungen abfinden:
- 1 Monat Kaution
- Vertragsdauer 2 Jahre
- Vorauszahlung 6 Monate
Das ganze Procedere wurde dann von Mrs. Hong recht professionell abgewickelt. Sie moderierte auch bisher die Kommunikation zwischen uns und dem Vermieter, weil dieser kein Wort Englisch versteht. Auf diese Weise wurden auch die Startprobleme ( Anschluß TV und Telefon/ Internet, Funktion Gaskocher udgl. nach vietnamesischer Art gelöst)
Es gibt einen Mietvertrag in Englisch und Vietnamesisch.

Unsere Registrierung realisierte der Vermieter ohne weitere Kosten für uns ( lediglich die Pässe wurden dazu für 1 Tag im Original zur Bestätigung der Kopien benötigt)

Wohnumfeld
Das Haus liegt in einer Wohnanlage in der unmittelbaren Nachbarschaft der
Pagode Chua Vong Thie am Süd-West-Ufer des West-Lake. Die Anlage besteht aus
ca. 15 2-3 etagigen Häusern, die bisher ausschließlich von Vietnamesen bewohnt werden und viel Baum- und Strauchbestand; 1 Haus scheint zur Vermietung anzustehen.
Der unmittelbare Nachbar an der Frontseite scheint Regierungsbeamter zu sein; eine weiterer Nachbar hat in Ilmenau studiert. Auf zwei Baulücken werden derzeitig noch zwei „ Ein/ zwei-Familien- Häuser errichtet“- Baulärm ist von da kaum zu hören- Nachts ist absolute Ruhe
Die Anlage wird Abends ( nach 23 Uhr ???) abgeschlossen. Wer später kommt , muss den Torwächter, der ein kleines Haus mit Familie bewohnt, aktivieren, was bisher
( 4 x in 6 Wochen auch klappte)
Unser Haus wurde vor zwei Jahren errichtet und ist in google map noch nicht zu sehen. An zwei Seiten grenzt das Grundstück an den Pagodengarten mit Teich und Baumbestand. Bäume und Mauer des Pagodengartens dämpfen die Geräusche der Gasse.
Aus der Pagode dringen ab und an Laute von „ Singsang“ und Trommeln zu uns, ohne zu stören ( kein Vergleich zur Nachbarschaft zur Moschee in Baku!!!)
Die vierte Seite grenzt an den Rest ( ca. 1.500 m²) einer ehemaligen Gärtnerei, die derzeitig nur noch zum Hausgebrauch der Nachbarn genutzt wird. Allerdings dringt über diese Lücke doch allerhand Lärm von zwei Baustellen ( typische vietnamesische 4-5 Geschosser; Arbeitszeit täglich von 7 Uhr bis 19 Uhr- aber keine Betonpumpen!!) und aus den Häusern der nächsten Gasse ( siehe meine Bemerkung zu den „ Keifenden Weibern“ im ersten Resume). Frühmorgens klingt das außerdem immer nach „ organisiertem Morgensport“.
Mittlerweile haben sich 3 Karaoke- Fans geoutet. Etwas nervig wird es, wenn abends mehrere gleichzeitig mit verschiedenen Programmen aktiv sind und/oder ihr Gesangsvermögen erheblich überschätzen...

Die weitere Umgebung wird dann durch die Pho (Straße) Vong Thie geprägt. Hier befinden sich 1 Verwaltungsgebäude, 2 Schulen , kleine und kleinste Geschäftchen, 1 Druckerei, Baustellen, Garküchen (vor allem morgens) und fliegende Händler. Der Verkehr vom PKW und Zweiräder hält sich in Grenzen. Nach ca. 300m mündet sie in die Lac Long Quan mit starkem Verkehr und Busanbindung.

Also, insgesamt wohnen wir hier ruhig, sauber und relativ sicher. Auf der Terrasse weht oft genug ein Lüftchen und man kann von da aus auch den See durch die Bäume erblicken. Aus dem Wohnzimmer ergibt sich in eine Richtung ein Blick, wie in den Dschungel...

Mittwoch, 16. September 2009

Heimwerken auf Vietnamesisch

Es bestand die Aufgabe, einen Rahmen über das Bett für das Moskitonetz ( 2x2,2x2 m- aus Bad Honnef mitgebracht) anzufertigen.
Das Anhängen an die Decke schied als theoretische Variante aus, weil
- die Decke zu hoch ist
- ich keine Spreizdübel hatte und
- der Deckenventilator im Wege war ( das war letztendlich entscheidend, die
anderen Argumente wären nur „ Ausreden“ gewesen)

Also bestanden folgende Teil-Aufgaben:

1. Material- und Werkzeugbeschaffung
Für den Rahmen hatten wir uns schon in Vorbereitung Bambusstangen ausgewählt, die im nahegelegenen ( ca. 400m entfernt) „ Kaufhaus“ in 4 m Länge angeboten wurden.
Auf dem Heimweg zu Fuß mit 4 Stück dieser Stangen trug ich offensichtlich sehr zur Erheiterung der Leute in den Straßen in Gassen bei. Ich verstand die Kommentare zwar nicht , aber sie klangen irgendwie lustig.
Die Holzschrauben fand ich überraschender Weise auch in der Nähe in einem „ Mini- Mini-OBI“ in einer respektablen Auswahl.
Stichsäge und Bohrmaschine hatte unser CIM- Freund Jovi glücklicherweise in seinem Container mitgebracht, so dass ich mich nur zur ersten „ Xe OM“- Fahrt ( Motor- Bike Taxi) ermutigen musste – ging übrigens unkompliziert!

2. Zuschnitt- d.h. Stangen in der Mitte Durchschneiden

3 Anbringen der Säulen am Bettrahmen
Dazu mussten die Stangen jeweils an einer Stelle geschlitzt werden, weil die
Verbindungskonstruktion des Bettkastens im Wege war. Zum Anschrauben
boten die Kanthölzer des Bettkastens genügend Halt.

4. Zuschneiden und Anbringend der oberen Kanten
Da Bambus ja nicht exakt gerade gewachsen ist, musste jede Kante einzeln eingemessen
werden.
Ich hatte ursprünglich der Ergeiz, einen exakten Gehrungsschnitt hinzulegen. Aber leider hatte ich keine Schablone, die in den Schnitt auch noch eine Rundholz integriert, dass die Kanten umschließen sollen. Mit viel Probieren und Anhalten habe ich dass dann doch hinbekommen.


Und außerdem wurden mit dem nachfolgenden Schritt sowieso alles „ kaschiert“

5. Stabilisieren
Mit Pack- Klebeband wurden alle 4 Eckpunkte umwickelt.



Das Ganze vollzog sich bei 32 Grad und der Schweiß rann wahrhaftig in Strömen !!!

Am Abend brauchte die „ Meisterin“ nur noch das Netz zu richten und sind wir für die Zeiten gewappnet, wenn die Temperaturen nachts offene Fenster ohne Klimaanlage gestatten.