… gehört mit zum Standardprogramm für Ausflüge rund um
Hanoi.
Für eine Strecke von ca. 150 km werden 3,5 Stunden benötigt,
denn nur 40 km weit reicht die Autobahn in Richtung Westen.
Vor der Stadt Hoa
Binh fährt man erst mal durch ausgedehnte Felder mit Zuckerrohr.
Und nach der Stadt
wird es dann richtig bergig. Wenn die sogenannte „ trockene Halong-Bucht“ ja
immerhin noch Bootsfahrten durch die Kalksteinfelsen bietet, so könnte man
diese Gegend als „ ganz trockene Halong- Bucht“ bezeichnen, denn auch hier
ragen Kalksteinfelsen bizarr in den Himmel.
Und dann erreicht man das Tal von Mai Chau- eine malerische
Gegend,
der die Dörfer der weißen und schwarzen Thai das Gepräge geben.
Allerdings wird der Besucher enttäuscht, der die Bevölkerung hier auch in solch
farbenprächtigen Trachten erwartet, wie wir das auf den Touren nach Sapa und
Meo Vac im Norden erlebt hatten. Nur
eine Gastgeberin bei Mittagsmahl
und einige alte Leutchen trugen etwas Farbe
und als Kaufangebote konnten wir Teile der Trachten sehen.
Aus einschlägigen Reiseberichten waren wir vorgewarnt, dass
die Dörfer Pomcoong and Bac Lac nur „übelstes Touristengetümmel“ böten. Wir
müssen aber am Freitag mittag einen günstigen Zeitpunkt erwischt haben, denn
bei unserer Ankunft waren wir fast die einzigsten Gäste im ganzen Ort. Später
traf dann zwar noch eine deutsche Gruppe ein, die hier übernachten wollten, und
in einigen der Homestays standen noch ein paar Rucksäcke-
aber das war dann
auch schon alles. Allerdings lies die Vielzahl der Häuser darauf schließen,
dass bei voller Belegung hier wirklich die „ touristische Hölle los sein
muss“
Die Häuser im Tay-Stil- also auf Pfählen- sind alle nahezu
gleich ausgerüstet.
Die Wohnetage ist
vollständig als Gästeschlafraum eingerichtet- Küchen und sonstige Nebengelasse
und ausreichend und saubere Toiletten sind zu ebener Erde. Dort befinden sich
auch genügend Ess-Ecken und in einer von Ihnen ließen wir uns ein reichhaltiges
und schmackhaftes Mittagessen schmecken
Natürlich steht in jedem Haus auch ein Webstuhl, der auch ab
und an bedient wird, und ein umfangreiches Angebot aus Schals, Röcken und
anderen handwerklich hergestellten Souvenirs wird dargeboten.
Schon beim Buchen der Tour hatten wir kund getan, dass wir
nicht nur das touristische, sondern eben das wahre Leben in diesem Tal kennen
lernen wollten. Und so unternahmen wir noch eine ausgedehnte Wanderung mit
unserem –perfekt englisch sprechendem- Guide. Wir waren die einzigsten Wanderer
zu dieser Zeit. Nur ab und an begegneten uns ein paar radelnde Touris.
Unterwegs erfuhren wir auch, dass nur die beiden o.g. Dörfer die Lizenz für das
Gast- und Beherbergungsgewerbe haben. Deshalb haben die Häuser in diesen beiden Dörfern schon einmal Pinsel und Farbe gesehen. Dagegen unterschieden sich die anderen
Dörfer und Weiler mit dem Zustand und der Nutzung der Häuser.
Unser Guide
verschaffte uns sogar den Zutritt zu einem der Häuser, dessen „ schlichte“
Einrichtung uns fast erschauern lies. Und mir "verschloss" es die Kamera
Aber vor der Treppe standen unter den vielen Schuhen auch
ein Paar „ Hochhackige“- in diesem Dorf sicherlich sehr zweckmäßig??
Der Weg führte uns durch ausgedehnte Reisfelder- um diese
Jahreszeit natürlich abgeerntet.
Deshalb wurde auch an schon „ gezündelt“ oder man sah die
Brandspuren von der Strohbeseitigung. Nur auf einigen wenigen Flächen in
Dorfnähe wurde auch Gemüse angebaut. Auf den Feldern waren um diese Zeit kaum
Menschen zu sehen- nur ab und an ein paar Wasserbüffel und Enten.
Öfters setzten dafür größere und kleiner Büsche von „
Weihnachtssternen“ farbige Akzente
und in manchem Weiher blühten wunderschöne
Teichrosen ( Hoa Sung)
Fazit:
Ein ruhiges und beschauliches Stück Erde mit Einblick in das
Leben der Tai- Minorität, das in einem Tag von Hanoi aus erreichbar ist.
Sicherlich auch für mehrere Tage zum„ Ausbaumeln“
geeignet.
Schöner , attraktiver und farbenfroher aber sind die
Gegenden um Dien Bien Phu (auch Tai –
Gebiet , aber mit Trachten im Alltag ) siehe auch abenteuervietnam-glohse.blogspot.com/2010/11/die-nordtour.html
oder das Gebiet östlich von Ha Giang, Meo Vac usw. abenteuervietnam-glohse.blogspot.com/2011/05/mensch-und-natur.html
Aber die sind eben wesentlich weiter und da braucht man mehr
Zeit!
( Es ist eben nie alles Gute beisammen in dieser Welt,
leider)

