Auf diesem historischen Boden kämpften die Vietnamesen aus dem Norden mit dem Reich der Cham; trafen sich Chinesen und Japaner, um fernab ihrer Heimatländer miteinander Handel zu treiben; versuchten die Franzosen etwas von den Altertümern zu erhalten und trieben die Amerikaner ihr Unwesen mit Ihren Bomben….
Alle haben ihre Spuren hinterlassen- Grund genug, gleich zwei Standorte des World Heritage Found zu bilden. ( Hier die berühmte Japanische Brücke- das einzigste erhaltenen Denkmal aus der Zeit der Japaner)
Aber Hoi An bietet auch eine einmalige Mischung aus historischen sight seeing und wundervollem Strand- Grund genug, diesem Gebiet einen Besuch abzustatten
Der Strand
Kilom

eterlang frei zum Laufen, nur an einigen Stellen etwas mehr Menschen,
die Liegeflächen der Hotels alle zurückgezogen und… glasklares, nicht übermäßig warmes Wasser…… tolles Herz, was willst Du mehr ??!!
Sicherlich, es wird gebaut en maß. Vor allem weiter nördlich in Danang lassen die großen Objekte von Hyatt u.a. Schlimmes erahnen. Aber noch kann man sich am Strand von Hoi An richtig wohlfühlen..
Erstaunlich war auch noch, dass der sich große Fluss, der ca. 10 km weiter südlich als braune Brühe sich ins Meer ergießt, keine Trübung im Wasser verursacht- Hatten wir Glück mit der Strömung ??
Und – so klar das Wasser auch war-
es gibt doch auch Leben darin:
An“ unserem“ Standabschnitt machte uns ein Russe, über dessen Schnorchelaktivitäten wir anfangs doch lächelten, auf zwei Medusen aufmerksam, die majestätisch durchs Wasser glitten. Nicht zu groß, aber dann auch mit bloßem Auge erkennbar, eine blass-blau und eine mit schwarzem „ Rock“.
Muschel zum Sammeln gab es relativ wenig und Fischer waren auch nicht aktiv. Aber ein Stück entfernt holten zwei junge Vietnamesen doch viele lebende Muscheln aus dem Wasser und zu ihrer Beute zählten auch eine Moräne, mehrere kleine Plattfische und sogar ein kleiner Rochen. Da musste wohl doch etwas mehr steiniger und lebender Untergrund sein??
My Son
Diese ehemalige Kultstätte der Cham liegt malerisch im Grünen, ca. 50 km von Hoi An entfernt. Also - per Moped gut zu erreichen, wenn man nach einigen extrem widersprüchlichen Richtungsangaben der Einwohner die richtige Ausfallstrecke bis zur Brücke über den Fluss gefunden hat.
Die Stätte gehört zwar zum Weltkulturerbe, aber leider ist von der ehemaligen Pracht nicht viel übrig geblieben. Nachdem die Franzosen Anfang des Jahrhunderts noch einiges restauriert hatten, machten amerikanische Bomben auf der Suche nach den Vietcong fast alles kaputt.
Blindgänger neben Ausgrabungsobjekt
Hier gehört schon sehr viel Fantasie und noch mehr Geduld dazu, um aus diesen Steinhaufen etwas Authentisches zu gestalten.
Aber Details sind ja noch zu erkennen…
Insgesamt hat man wohl nicht zu viel verpasst, wenn man diese Stätte nicht besucht hat-
Das Schönste waren eigentlich die Tänzerinnen mit ihren historischen Tänzen
Auf der Fahrt konnten wir noch die Reisernte beobachten. Hier wird der Reis noch relativ grün geschnitten und gedroschen ( In Indonesien hatten wir richtig trocken-gelbe Felder zur Ernte gesehen)
Das Erntegut wird nach dem altbewährten Wind-Sicht- Prinzip getrennt und überall dort, wo sich eine glatte trockene Fläche bietet, getrocknet,
Auf dem Lande hatten wir das auch schon öfters auch
auf der Landstraße beobachtet. Aber mitten in der Stadt-
das war denn auch für uns neu.
Die Altstadt
zeigt sich als Mixture aus den historischen Bürgerhäusern, den Empfangshallen für die Chinesen aus unterschiedlichen Kantonen und unzähligen Läden , Restaurants und Cafe`s und einigen Hotels. Alles fügt sich in die alte Bausubstanz gut ein und zusammen mit den unzähligen Menschen gibt das ein angenehmes Flair.
In vielen Geschäften wird gehandelt und gewerkelt- sei es bei den vielen Schneidern, Holzbearbeitern oder Lampenmachern. Wir wurden aber nicht über Gebühr zum Kaufen gedrängt!!!
Besonders stimmungsvoll ist es natürlich abends , wenn unzählige Lampions leuchten und sich im Fluss widerspiegeln.
Der Fluss mit seinen zahlreichen Nebenarmen-
diesmal zeigte er sich friedlich. Dass er sich aber
auch wild und zerstörerisch gebärden kann, zeigen
die Marken von Wasserständen fast an der Decke
im Erdgeschoss eines Bürgerhauses. Da kamen
Erinnerungen von Bildern in den Städten an Rhein,
Elbe und Oder auf….
Empfangshallen der Chinesen hatten wir auch schon
in Hue angetroffen. Aber hier in Hoi An präsentieren
sich einige in voller Schönheit und Funktionalität.
Hier fanden die weitgereisten Chinesischen Händler
ein Stück ihres heimatlichen Kantones, wo sie sich mit
Gleisgesinnten trafen , versammelten oder aber auch
zu Ihren Göttern und Ahnen beten konnten.
Noch ein Wort zu unserer Herberge:
Nach qualvoll langem Suchen und Studieren der Bewertungen in den einschlägigen Medien hatten wir uns für das
„ Bethel Garden Homestay“ entschieden. Und waren sehr zufrieden….
Es liegt etwas außerhalb, fast in der Mitte zwischen Altstadt und Strand- aber für Fahrradfahrer keine Entfernungen und für Mopedianer erst recht nicht.

Die namensgebenden Bethel- Pflanzen ranken an den Areca- Palmen und auch sonst grünt und blüht es emsig. Zahlreiche Beo`s oder auch andere Vögel versuchen einen Dialog mit den Gästen. Das Ressort wird wirklich sehr familiär und ausnahmslos freundlich geführt.
Der Zufall wollte es, dass wir gerade zum Todestag eines wichtigen Ahnen hier logierten und so wurden wir mit allen anderen Hotelgästen zur Feier und einem opulenten Lunch geladen, zu dem sich fast mehr als 100 weitere Gäste aus dem Ort einfanden.
( Mehr Bilder wie immer in der Picasa-Galerie)