In der offiziellen Gesellschaft ist dieses Fest zwar noch nicht als Feiertag verankert, aber insbesondere der Handel lässt sich diesen Marketing – Höhepunkt nicht entgehen. In der Papierstraße Hang Ma läuft schon seit Wochen der Einzel- und Großhandel von Weihnachtsdekorationen auf Hochtouren. Hauptsächlich chinesische Produkte werden feil geboten. Aber es wird auch fleißig gewerkelt, um dekorative Päckchen und Schriftzüge aus Styropor anzufertigen. In den größeren Supermärkten und Geschäften, aber auch in vielen Büros und Kindergärten stehen bunt geschmückte und farbig leuchtenden und blinkende Weihnachtsbäume.
Und so schwangen sich im voll gefülltem Innenhof des Goethe- Institutes die kraftvoll jubelnden Klänge des Weihnachtsoratoriums in den vietnamesischen Abend- ebenso wie das besinnliche „ Ave Maria“.
Das Weihnachtslieder – Potpourri zum Mitsingen fand allerdings im internationalem Publikum noch nicht zu viel Resonanz. Aber beim „ Stille Nacht, heilige Nacht“ auf vietnamesisch fühlten sich dann doch viele der Gäste angesprochen und zum zaghaften Mitsingen animiert
Ein stimmungsvoller Abend ! Übrig blieb bloß noch die Frage:
Wie erklärt man Ausländern die unterschiedlichen Bedeutungen von „ Jauchzen“, „ Jubeln“ und „ Frohlocken“ ??
PS: Es gab dann sogar noch eine Fortsetzung: Bei der GTZ- Weihnachtsfeier trug der Chor mit Piano-Begleitung zur weihnachtlichen Atmosphäre bei. Allerdings erwies sich auch hier das Publikum nicht als besonders gesangesfreudig
