Gebiet von Hoa Lac aufgefallen:
Über lange Strecken lagen
am Straßenrand weiße Scheiben
zum Trocknen ausgebreitet.
Nein, das war kein
Holz, wie wir anfangs vermuteten.
Am 19.11. entdeckten wir
dann auch die „Verursacher“:
Vor großen
Haufen von bräunlichen dicken Wurzeln saßen meist Frauen an einer Art
Häckselmaschine und „ schnippelten“ die Wurzeln. Diese wurden dann zum Trocknen
auf dem Asphalt oder Beton ausgebreitet und abends zusammengekehrt und eingesackt.
Und schließlich
entdeckten wir auch die Felder, auf denen selbst am späten Sonntag Nachmittag
die Ernte noch im vollen Gange war. Alles wurde
getrennt aufbereitet und auf Mopeds verpackt:
- die noch grünen
Blätter,
und - die bis zu 2 m langen Stengel und eben die Wurzeln.
Von denen wurde
lediglich die Erde abgeklopft,
bevor
sie zur Weiterverarbeitung an den
Straßenrand kamen.
Zu Hause gab uns dann „
Tante google“ Auskunft:
Wir hatten die Ernte von
Maniok beobachtet, der hier im Norden Vietnams unter dem Namen „Kassava“ weit
verbreitet angebaut wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Maniok
Der Maniok (Manihot
esculenta) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Manihot in
der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).
Maniok ist ein wichtiger
Stärkelieferant und in der Lebensmittel- und Futtermittelherstellung weltweit
verbreitet.
Doch auch hier hat die Natur eine „ giftige Hürde
eingebaut“ ( In meinem Beitrag zu den Giftpflanzen hatte ich ja schon ein
Erlebnis mit der „Giftküche Natur“ geschildert) .
Im rohen Zustand sind die
Wurzelknollen giftig, da sie Glucoside,
hauptsächlich Linamarin, enthalten
Bei
Umsetzungsprozessen wird dann u.a. auch
Blausäure freigesetzt. Die kann aber durch intensives Lüften der zerkleinerten
Wurzelknollen entweichen.
Nun wollen wir nur hoffen, dass dieser Trocknungsprozess am Straßenrand
ausreicht, um alles Gift aus den
getrockneten Scheiben zu entfernen. Beruhigend ist ja auch noch die Info, dass
der Glucosidgehalt sehr stark sortenabhängig ist und die sogenannten süßen
Sorten wenig Glucosid enthalten. Genügend Abgasse, Straßenstaub und andere „Geschmacksverstärker“ konnten
die getrockneten Scheiben ja aufnehmen......

