Man sitzt in Nobai im Taxi- gerade zurück gekommen nach
Hanoi von „ Wer weiß wo her“.
Und bevor das Taxi das Flughafengelände verlassen hat, wird
einem wieder bewusst, was man im Ausland so „ schmerzlich vermisst“ hat- das
permanente Hupkonzert.
Wenn man das alles etwas beobachtet und analysiert, dann
fällt einem auf, das „Hupen noch lange nicht gleich Hupen“ ist. Mehr noch: Man
findet sogar bestimmte Typen heraus:
Bei den Mopedfahrern:
Der Vollbepackte – „He Leute, ihr seht doch, dass ich mein
Moped kaum beherrschen kann- also macht mir bitte Platz“
Der jungendliche Raser- meist ohne Helm, mit oder ohne
Sozius/ Sozia, „ slalom`t“ in einem „ Affenzahn“ durch das Verkehrsgewühl
Der Angeber- „ Seht her- ich bin der Schönste!!“
Der Eilige- bepackt mit einer Gasflasche oder Pizza-
Auslieferungscontainer- „ Macht Platz!
Meine Kunden können keine Minute länger warten!“
Der „ zivile“ Eilige- mit Akten- oder Computertasche- „Ich
muss schnell nach Hause. Meine Familie wartet schon auf mich“ oder
„ Meine Frau ist allein zu Hause. Wer weiß, was die alles anstellt…“
Der Zornige- „ Pass doch auf- jetzt musste ich wegen dir
bremsen!“
Der Vorsorgliche: „Ich fahre hinter dir, mach dir keine
Sorgen, ich habe dich gesehen und werde gut auf dich achten und dich nicht an-
oder umfahren, mach aber bitte keine unkontrollierten Schlenker, bis ich an dir
vorbei bin-dann ist alles gut.“
(Diese Interpretation habe ich von Heikes Sohn übernommen-
vielen Dank dafür!)
Der „ Blödmann“ – steht im Stau in der fünften Reihe und
hupt
Die Ängstliche- steigt aufs Moped und hupt schon, bevor sie
vorsichtig das Grundstück verlässt
Bei den Autofahrern:
Der Ängstliche – „ich habe keinen Führerschein und das Auto
gehört mir nicht- bitte macht keine Kratzer an den Lack!“
Der mit dem angewachsenen Finger- Beim ersten Griff an das
Lenkrad scheint der Finger am Hupenknopf anzuwachsen
Der „Lockführer“ - Als Nachweis, dass er nicht eingeschlafen
ist, muss er regelmäßig die Hupe
betätigen ( so wie in früheren Zeiten die Lockführer den „ Tote-Mann- Knopf“)
All diese Typen kommen in beiden Geschlechtern vor.
Und wenn man selbst auf dem Moped im dicken Gewühl steckt,
dann entwickelt man in sich selbst
schon ab und an die eine oder andere „Spielart“
Schön ist es aber, wenn man in seinem Refugium sitzt und den ganzen Lärm
nur noch als „ferne Oberwelle“ wahr nimmt.