Mittwoch, 25. April 2012

Einen neues Ausflugsgebiet…..



…haben wir uns am Sonntag erschlossen- im Westen Hanois, etwa auf halben Wege nach Mai Chau.
Die Autobahn ab Big C bzw. die danebenliegende Straße für Mopeds kommt man die 28 km bis zum Ende flott voran. Danach fährt man noch ca. 8 km gerade aus weiter. Rechts geht es zu einem ehemaligen Flugplatz Hoa Lac , noch etwas weiter zu einem großen Ethnografischem Dorf und einem Zeltplatz
Und linker Hand erstreckt sich ein größeres Bergmassiv mit einem Gipfel von über 1000 m.

Nahes eines Ortes entsteht ein „ Green village“. Die bereits fertiggestellten Anlagen sehen erfolgsversprechend aus. Und kurz dahinter geht es links nach Yen Bien.  Da findet man einige Wege, die an den Fuß der Berge führen. Und endlich auch ein Plätzchen für Picknick und als Startpunkt für Wanderungen.

Zugegeben, die ganze Gegend ist nicht spektakulär, zumal wir uns den Gipfelsturm auf den „1000 er“ verkniffen haben. Aber sie bietet doch einige interessante Ausblicke


 auf Stauweiher, schöne Häuser und Natur. Viele Häuser sind mehretagig, aber frei stehend und dementsprechend „ verschnörkelt“. Mit den vielen Fahnen kommt man zu der Vermutung, dass hier wohl einige „ patriotische Reiche“ aus Hanoi  ihr „ Weekend-Domizil“ gefunden haben.
Aber es gibt auch die Gruppe der Arbeitenden.

Die Flora ist ganz anders als in Soc Son- kaum Kiefern, aber vielfältiger Laubwald.
Diese imposanten Blüten findet man an hüfthohen Sträuchern , die sich offenbar bis zu  10m hohen Bäumen entwickeln können. Leider konnte ich diesen Baum noch nicht identifizieren.




Und es ist ruhig, keine Mopeds und gute Luft!!!!

Donnerstag, 19. April 2012

Messias

Hier mache ich es mir einmal ganz einfach und verweise auf Jowis Blog. Schließlich habe ich ja auch einen Teil der Fotos geliefert

http://jowis-hanoi-experience.blogspot.com/2012/04/messias-zu-ostern.html

Montag, 16. April 2012

Ein Sonntag nachmittag im Fächer-Dorf


15.4.2012- die Russisch-Orthodoxen feiern heute Ostern und wir sind bei Jowi und Elena zum Osterbranch geladen.


Nachmittags unternehmen wir dann einen Ausflug nach „ Chang Son village“- ca. 25 km im Westen von Hanoi gelegen. Dieses Dorf soll spezialisiert sein auf die Fertigung von Fächern und dort soll auch der Meister wohnen, der den mit 9m Spannweite größten Fächer Vietnams  hergestellt und bemalt hat.

Weil wir noch einen Umweg über die Meister-Pagode (siehe  http://abenteuervietnam-glohse.blogspot.com/2010/11/die-tay-pagoden.html ) gewählt haben,
 fahren wir erst mal durch urwüchsiges Land und passieren Reisfelder im saftigen Grün, eine Ziegenherde und eine Ziegelei.











Im Dorf angekommen, empfängt uns emsiges treiben- eben typisch vietnamesisch.

Wir können beobachten, wir aus einzelnen dünnen, verschieden gefärbten Bambusstreifen die stabilen Handfächer geflochten werden.













Eine zweite Fertigungsrichtung sind die Faltfächer.  Dazu werden dünne Bambushölzer zusammengenagelt und mit Papier beklebt. 



Je nach „ Produktart“ sind die Papiere einfarbig  oder bunt mit Motive bedruckt und schon halbkreisförmig geschnitten.



 Zum Schluss werden die Fächer in 10-er Packs zusammengeschnürt. Offensichtlich herrscht auch Arbeitsteilung oder gar Stufenproduktion, denn die Frauen verübten, schon fast mechanisch, immer die gleichen Handgriffe.

Dominierend im Ort war aber die Holzverarbeitung. Einfache Schränkchen, Türen  bis zu kunstvoll verzierte Stühle und Altare umfasste das Produktionsprogramm. Auch in Arbeitsteilung, denn wir fanden einfache Fräsvorrichtungen und auch eine Drechselbank.


Teilweise   wird ein besonderes, rötliches Holz 

verarbeitet: 
„gô  hủơng“  - Weihrauch-Holz- so übersetzt es der google –Übersetzer, aber es scheint sich wohl um eine der Holzarten aus dem Sammelbegriff „ Rosenholz“ zu handeln. 






So oft scheinen sch einzelne Touris hierher nicht zu verirren, 
denn wir sind unbestritten die Sonntags - Nachmittags –
 Attraktion – werden begrüßt, angefasst und gleich zwei Mal 
spontan zum Tee eingeladen, wenn wir uns in einem der Häuser 
für etwas besonders interessieren. Dabei wird dann auch gleich
 mal noch die 100-jährige(!!!) Oma vorgestellt.










Nun ja, Kunstwerke der Fächerherstellung haben wir nicht besichtigen können, sondern nur billige Massenprodukte, die sicherlich nicht von langer Haltbarkeitsdauer sind. 

Aber ein weiteres Mal hatten wir wohl so richtig „ den Finger am Puls des Lebens im Dorf im Umfeld von Hanoi“ mit seinem wuseligen Eindruck.
Was mag sich hinter dieser „ Bruchbude“ verbergen?

Richtig geraten, dass kann doch nur eine Art Sonntags- Vorschule sein  


( ist schon etwas makaber, oder?
Und die „ Aufbewahrungsstätte für die ganz Kleinen sieht nicht besser aus…


Aber eine richtige Schule gibt`s im Dorf auch—

So richtig reich scheint aber in diesem Dorf  keiner geworden zu sein. Zumindest sahen wir keine überdurchschnittlichen Wohnhäuser.

Halt! Eine Besonderheit ist noch erwähnenswert. Im Zentrum und am Dorfrand gab es eine Reihe von Wassergärten mit kleinen Tempelchen und Pavillons.

Einer der Teiche wird hier sicherlich gerade entschlämmt- ein Sch… Job!!

Aber die schönste Anlage verabschiedet uns dann auf dem Weg zurück nach Hanoi



Donnerstag, 5. April 2012

Kurztrip nach Thailand



Wieder einmal wollten wir dem tristen Fieselwetter von Hanoi entfliehen, denn die Verehrung der alten Könige durch die Vietnamesen schenkte uns einen Feiertag.

Für die Kürze der Zeit bleibt nur Thailand günstig zu erreichen und so hatten wir uns den
Som Roi Yod- Nationalpark als Reiseziel auserkoren- ca. 300 km südlich von Bangkok.

Für  Hinfahrt von Bangkok aus hatten wir ein Taxi für 3.000 Bath gechartert. Das kam auch zügig voran, aber aller Zeitgewinn im Vergleich zum Bus schmolz bei einer Wartezeit von 50 min an der Gastankstelle dahin.

Schon auf der Fahrt konnten wir uns an dem Blütenflor der Straßenbäume ergötzen. All die Bäume, die hier in Hanoi in den Monaten April-Juni  Farbe zeigen, wie der rote Flammenbaum, die blaue Königinnenblume, gelbe Robinien (??) 

und andere vereinten sich mit Bougainvillen und Hibisci  zu einem wahren Blüten-Feuerwerk.


Am Ziel tauchten wir ein in eine tolle Landschaft. Kalksteinfelsen ragen am Ufer bis
zu 900 m empor auf  und erinnern mit einigen Inseln leicht an die Ha-Long –Bucht.
Die Strände, mal mit Urlaubern, öfters mit Fischerbooten 

oder aber menschenleer,


waren allesamt sehr flach. Dadurch ist  das Wasser doch nicht so klar, wie auf einigen web-sites angepriesen. Und auch die 40 Delphinpaare, die hier in der Bucht leben sollen, gaben uns nicht die Ehre








In einigen Siedlungen haben sich zahlreiche Ausländer, auch Deutsche, ihre Alterswohnsitze errichtet.

Sehr angenehm und besonders für „ Hanoi- geschädigte“ war die wohltuende Ruhe- trotz der zahlreichen Hotels , Gästehäuser und  Restaurants. Ich glaube, während der ganzen Zeit habe ich nicht einmal eine Hupe gehört. Doch „ Halt!“- ich war es selbst, der beim ausgeliehenen Moped den bewussten Knopf gesucht und ausprobiert hatte. Danach blieb dieser aber unberührt.

Natürlich genossen wir leckeres Thaifood und auch eine sehr professionelle Massage hat mir gut getan.

Für die Rückfahrt hatten wir das „ Zusatzabenteuer Busfahrt“ ab der Kreisstadt Pranburi gewählt. Mit einen Shuttle-Bus erwies sich dies als sehr bequeme und zügige Fahrt in etwas mehr als 3 Stunden. In der Stadt selbst fuhren wir auch relativ einfach mit Bahn und Taxi zu unserem Hotel in Flughafennähe und von diesem am nächsten Morgen wiederum mit Shuttle –Bus in 15 min bis zur Departure.

Die viele getankte Frischluft ging allerdings in der Stadt schon wieder z.T. verloren, denn  bereits beim Annähern lag der Moloch Bangkok unter einer Dunstglocke, durch die die Sonne nur als gelb-roter Ball schwach hindurch schien.
 Halt! Noch etwas gibt es zu berichten:
Ich kann der Sammlung meiner Fotos von Personentransportern zwei weitere, bisher nicht gesehene, hinzufügen:


Dienstag, 3. April 2012

Feucht ist nicht gleich Regen


Eine sicherlich  simple Feststellung!

In diesen letzten beiden Monaten  wurde sie uns hier in Hanoi aber besonders bewusst:

Im ersten Quartal 2012 fielen  im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2010  2,8 mm Niederschlag weniger; im Monat März sogar 10,9, mm.

Dagegen  erschienen  uns gerade der letzte Monat und insgesamt das ganze Quartal wesentlich feuchter als  die Vergleichsmonate in den letzten beiden Jahren, die wir hier erlebt hatten.  Zugegeben:
Februar und März 2010 waren mit 8 bzw. 6 mm extrem trocken. ( Für das Jahr 2011 liegen mir noch keine Werte vor).

Aber jetzt kommt die obige Feststellung ins Spiel:

Es gab in diesem letzten drei Monaten nur wenige Tage, an denen es nicht nieselte oder fieselte. Eine Erscheinung, bei der es zwar permanent feucht ist, aber eben kein messbarer Niederschlag fällt.
Und dieses Wetter geht einem so langsam aufs Gemüt !!! Zumal ja die Sonne in diesen Wetterkonstellationen auch Mangelware darstellt.