Raketen zischen in den Himmel, von vorbeifahrenden Mopeds knallen Böllerschüsse- auch in Cambodia wird das Neue Jahr mit Getöse empfangen…. Derweil sitzen wir über einer Party " Siedler..."
An unserem Hotel „ Seebreaze“ am Intependence- Strand ist es sehr ruhig - auch am Tage. Hier kann man weit am Strand entlang laufen oder nahezu ungestört liegen. Es sei denn, eine Herde Buckelrinder kommt gerade mal vorbei….
Sehr interessant ist es auch, bei Ebbe über eine felsige Landzunge zum Restaurant „ Treasure Island“ zu klettern. Hier lockt schmackhaftes Seafood.
Leute anderen Geschmacks finden dagegen am Serendipity –Strand mehr Abwechslung - unmittelbar in Stadtnähe -. Hier „tobt der Bär“, am Tage und sicher auch am Abend - Hütte an Hütte, Liege an Liege, Mensch an Mensch, Händler an Händler - schön für den, der das braucht…
Noch weiter draußen- am Otres –Strand – gibt es zwar auch viele Restaurants, aber es ist relativ ruhig und Strandläufer haben hier den größten Auslauf.
Die Stadt selbst bietet zwar einige interessante Restaurants, wie z.B. Snake-Haus (in russischer Hand) und einen großen Markt mit reichhaltigem Fisch und Seafood-Angebot.
Rochen z.B. hatte ich vorher noch auf keinem Fischmarkt angetroffen.
Aber als schönen Urlaubsort würde ich diese Stadt nicht einordnen wollen. Zu groß ist die Diskrepanz zwischen snobistischen Hotel (das einen ganzen Beach okkupiert hat) und größenwahnsinnigen Immobilienprojekten einerseits und Elendshütten nebenan und ärmlichen Fischerdorf gar nicht zu weit entfernt anderseits.
Eine Bootstour zum Schnorcheln und zum „ Bamboo-Island“ kann man sich sparen – die zwei Schnorchelstellen sind pure Enttäuschung und der Strand auf der Insel von zahlreichen Ausflugsbooten übervölkert.
Donnerstag, 27. Januar 2011
Dienstag, 25. Januar 2011
Winter in Hanoi
Die mittlere monatliche Durchschnittstemperatur der Jahre 1898 bis 1990 betrug in Hanoi im Monat Dezember 21,8 Grad und Januar 19,3 Grad.
Für 2009 werden 19,9 bzw. 16 Grad angegeben.
Soweit die Statistik:
Natürlich sind auch wir von diesem Wetter betroffen. Es ist nicht gerade lustig, wenn mich morgens in der Küche das Thermometer mit „ lustigen 12 Grad angrinst“. Aber mit einer Klimaanlage im Wohnzimmer, einem Heizstrahler und 2 Heizlüftern gelingt es uns meistens, die Temperatur punktuell dort einigermaßen gemütlich zu halten, wo wir uns gerade aufhalten. Und dann haben wir ja noch unsere Heizdecken !! Im vorigen Winter haben wir über uns selbst geschmunzelt, dass wir diese Teile mitgebracht hatten. Aber in diesem Jahr sind wir froh, dass es sie gibt.Unser Verbrauch an Ingwer und Zitrone für den Tee ist ganz schön angestiegen und warmes Bier mit Honig ist ganz lecker…
Für 2009 werden 19,9 bzw. 16 Grad angegeben.
Soweit die Statistik:
Als wir am 5.Januar diesen Jahres aus dem warmen Kambodscha nach Hanoi zurückkehrten, empfingen uns 13 Grad und Nieselregen. Seitdem tümpeln die Temperaturen hier immer noch zwischen 9 und 19 Grad herum und die Luftfeuchte schwankt sehr sporadisch zwischen 60 und 90 %. Somit scheint der Januar 2011 doch erheblich „ aus der Art zu schlagen“.
All diese Werte mögen für Leser in Europa normal bis fast angenehm erscheinen. Aber man muss natürlich bedenken, dass in den meisten Wohnungen, Büros, Schulen und Kindergärten Heizanlagen Seltenheitswert haben. Teilweise wurden die Schulen und Kindergärten geschlossen und in den Büros sitzen die Leute oft genug in Mänteln und mit Schal und Pudelmütze.
Das alles wirkt sich auch auf die Vorbereitungen des Tet-Festes aus, die nach unserem Vergleich zum Vorjahr doch etwas schwerfällig in Gang kommen. Teilweise versuchen die Verkäufer der Tet-Bäume, ihre Pfirsichbäume zum Blühen zu bewegen, indem sie sie mit Folie umhüllen und darunter sogar noch Glühlampen installieren.Die Angler im West-Lake lassen sich davon aber nur wenig abhalten. Viele von Ihnen stehen nach wie vor im kalten Wasser, auch wenn sie oben herum etwas dicker angezogen sind.
Natürlich sind auch wir von diesem Wetter betroffen. Es ist nicht gerade lustig, wenn mich morgens in der Küche das Thermometer mit „ lustigen 12 Grad angrinst“. Aber mit einer Klimaanlage im Wohnzimmer, einem Heizstrahler und 2 Heizlüftern gelingt es uns meistens, die Temperatur punktuell dort einigermaßen gemütlich zu halten, wo wir uns gerade aufhalten. Und dann haben wir ja noch unsere Heizdecken !! Im vorigen Winter haben wir über uns selbst geschmunzelt, dass wir diese Teile mitgebracht hatten. Aber in diesem Jahr sind wir froh, dass es sie gibt.
Verkehrschaos
Wenn wir bisher geglaubt hatten, schon das Maximum an Verkehrschaos hier in Hanoi erlebt zu haben, dann wurden wir heute eines Besseren belehrt.
Auf der Heimfahrt von der VDB hatten wir schon das ganz normale rush our – whooling in der Innenstadt bewältigt. Auch den üblichen Stau von PKW und Bussen in der Thy Khe hatten wir als Mopedianer geschickt umfahren und bogen frohen Mutes in unsere Uferpromenade ein.
Auf der Heimfahrt von der VDB hatten wir schon das ganz normale rush our – whooling in der Innenstadt bewältigt. Auch den üblichen Stau von PKW und Bussen in der Thy Khe hatten wir als Mopedianer geschickt umfahren und bogen frohen Mutes in unsere Uferpromenade ein.
Und schon nach wenigen Metern steckten wir wieder im Stau, der sich von Sekunde zu Sekunde potenzierte. Selbst unter Nutzung aller möglichen Freiräume auf den Fußwegen ging über eine Strecke von mehreren 100m gar nichts mehr. Da standen wir nun alle- PKW, Mopeds, Transportkarren, Fahrräder- in beiden Richtungen.
Jeder versuchte natürlich ein Vorwärtskommen und ein Raumgewinn von 50 cm war schon ein Erfolg. Dabei blieben auch„ Körperkontakte“ nicht aus…
Vera war bei Zeiten abgestiegen und kämpfte sich tapfer mit Helm und Rucksack durch die Massen. Sogar ein Angebot eines Xe Om- Fahrers schlug sie aus ( Der „ Spaßvogel“- als ob der besser vorwärts gekommen wäre). So war sie eben wesentlich schneller als ich.
Als ich mich dann irgendwie durch das ganze „ Theater durchgeruckelt“ und wieder freie Fahrt gewonnen hatte, kamen wir schließlich zur gleichen Zeit zu Hause an. Die Fahr- und Standzeit betrug diesmal über eine Stunde.
Samstag, 22. Januar 2011
Tonle Sap und Floating Village
Hier hat sich die Natur ein besonderes „ Bubenstück“ ausgedacht:
Zweimal im Jahr ändert der Fluss seine Fliesrichtung. Wenn der Mekong nach der Regenzeit viel Wasser führt, dann drängen diese Massen über 100km den Fluss Tonle Sap aufwärts und heben den Wasserspiegel des gleichnamigen Sees bis zu 8 m an. Weite Teile dieses Landes sind dann überschwemmt.
Deshalb stehen am Ufer die Häuser ( oder besser: Hütten) alle auf Stelzen.
Anders dagegen im floating village. Hier spielt sich das ganze Leben auf Booten ab und es gibt alle Einrichtungen, die zu einem richtigen Dorf gehören:
Kirchen, Läden, eine Schule,
Blumengärten
und Schweinestall,
Tankstelle und Accu-Ladestation.
Hier leben viele Vietnamesen und so nimmt es dann auch nicht Wunder, dass wir in einer vietnamesischen Schule begrüßt werden.
Was wir dann aber an Lebensniveau auf den Hausbooten und noch mehr an Land zu sehen bekommen, das verschlägt selbst uns fast den Atem ( und wir haben schon allerhand in der Welt gesehen).
Nur ganz wenige Einwohner scheinen von dem Geld der Touristen etwas abzubekommen. Aber selbst mit dem und um das wenige Geld wird gespielt.
Die Kinder werden „ zur Schau“ gestellt und posieren mit Schlangen, um dann einen Dollar zu erhaschen.
Da scheint es uns schon fast vernünftig, dass uns der Guide auf dem Boot überzeugt, doch lieber unser Geld für Geschenke für die Schule auszugeben. Das tun wir dann auch und kaufen Hefte und Stifte- allerdings zu einem wahnsinnig überhöhten Touristenpreis.
Und „so ganz nebenbei“ werden wir dann später von einem jungen Mann gefragt, ob und wie viel wir gekauft hätten. - Dieser Mann sah aber nicht ärmlich aus !!!!
Hier im Dorf konnte ich auch die komplette „ technologische Kette“ der Fischverarbeitung vom Fischernetz bis zum Abtransport dokumentieren- Die Bilder dazu demnächst in der Picasa- Galerie.
Zweimal im Jahr ändert der Fluss seine Fliesrichtung. Wenn der Mekong nach der Regenzeit viel Wasser führt, dann drängen diese Massen über 100km den Fluss Tonle Sap aufwärts und heben den Wasserspiegel des gleichnamigen Sees bis zu 8 m an. Weite Teile dieses Landes sind dann überschwemmt.
Deshalb stehen am Ufer die Häuser ( oder besser: Hütten) alle auf Stelzen.
Anders dagegen im floating village. Hier spielt sich das ganze Leben auf Booten ab und es gibt alle Einrichtungen, die zu einem richtigen Dorf gehören:
Kirchen, Läden, eine Schule,
Blumengärten
und Schweinestall,
Tankstelle und Accu-Ladestation.
Hier leben viele Vietnamesen und so nimmt es dann auch nicht Wunder, dass wir in einer vietnamesischen Schule begrüßt werden.
Was wir dann aber an Lebensniveau auf den Hausbooten und noch mehr an Land zu sehen bekommen, das verschlägt selbst uns fast den Atem ( und wir haben schon allerhand in der Welt gesehen).
Nur ganz wenige Einwohner scheinen von dem Geld der Touristen etwas abzubekommen. Aber selbst mit dem und um das wenige Geld wird gespielt.
Die Kinder werden „ zur Schau“ gestellt und posieren mit Schlangen, um dann einen Dollar zu erhaschen.
Da scheint es uns schon fast vernünftig, dass uns der Guide auf dem Boot überzeugt, doch lieber unser Geld für Geschenke für die Schule auszugeben. Das tun wir dann auch und kaufen Hefte und Stifte- allerdings zu einem wahnsinnig überhöhten Touristenpreis.
Und „so ganz nebenbei“ werden wir dann später von einem jungen Mann gefragt, ob und wie viel wir gekauft hätten. - Dieser Mann sah aber nicht ärmlich aus !!!!
Hier im Dorf konnte ich auch die komplette „ technologische Kette“ der Fischverarbeitung vom Fischernetz bis zum Abtransport dokumentieren- Die Bilder dazu demnächst in der Picasa- Galerie.
Freitag, 21. Januar 2011
Cambodia- im Reich der Khmer
Nun waren wir also eingetaucht in die Welt von Angkor- zwischen 802 und 1432 Hauptstadt des einstigen Reiches der Khmer. Zu einer Zeit, als Paris und London noch als„ Provinznester“ kaum Bedeutung erlangt hatten, lebten hier über 1 Million Menschen. Doch nur die Außenmauern lassen die einstige Größe erahnen. Die profanen Bauten des Königspalastes und der Bevölkerung- ehemals aus Bambus und Holz errichtet- sind lägst verfallen und die Reisfelder und meisten Bewässerungsanlagen hat schon vor vielen Jahren der Dschungel zurückerobert.
Nur die steinerne Tempelanlagen blieben als Ruinen zurück. Sie liegen weit verstreut in einem Areal von vielen Hundert Hektar und mit Entfernungen bi zu 20 km. Eine Besichtigung zu Fuß ist deshalb kaum möglich.
So chartert man eben in seinem Hotel für die gut organisierten Touren ein Tuk-Tuk
– bisher das abenteuerlichste dieser Gefährte, das uns auf unseren Touren durch Asien und Afrika begegnete. Am „ high tech“- Ticketcounter ersteht man einen 1..3 Tages-Pass (Mit Foto in wenigen Minuten erstellt) und dann ist man allein mit den Steinen ….
und den zahlreichen Touristen (zu unserer Besuchszeit vom 26.-28.12. hielten sich die Menschenmassen noch in erträglichen Grenzen) .
Je nach Lust und Laune kann man dann in den einzelnen Anlagen herumstöbern, Details betrachten, fotografieren – oder man lässt sich einfach nur von dem Fluidum gefangen nehmen.
Der Fahrer wartet inzwischen geduldig und bringt uns dann von einer bedeutsamem Stelle zur anderen. Erfreulicher Weise sprechen die Driver – so wie auch viele andere Menschen- ein passables English, so dass die Verständigung gewährleistet ist. (Man kann sich aber auch noch Guides nehmen, die in vielen verschiedenen Sprachen kommunizieren).
Völlig unmöglich ist es natürlich, die Vielzahl der Bilder (über 400 allein in Siem Reap) und Eindrücke, oder gar die kunsthistorischen Details hier wieder zu geben.
Was bleibt am nachhaltigsten in unserem Inneren bewahrt ?
Die vielen steinernen Gesichter an den Eingängen nach Angkor Thom (der eigentlichen Hauptstadt)
und die 37 Gesichtertürme am Bayon. Durch die vielen verschachtelten und verwinkelten Galerien zeigen sie sich immer wieder in neuen Perspektiven- mal furchteinflößend, mal entrückt oder freundlich.
Die vielen wunderschönen Reliefs an den beiden Galerien des Bayon - in unzähligen Bildern werden Geschichten aus den vielen Kämpfen und aus dem täglichen Leben erzählt.
Die vielen gut erhaltenen 3-dimensionalen Reliefs über den Türportalen, besonders im
Banteay Srei (Frauentempel)
aber auch in vielen anderen Tempelruinen.
Der To Prohm - hier hatte man ganz bewusst bei den um 1900 begonnenen Restaurierungsarbeiten darauf verzichtet, den Dschungel aus den Ruinen zu verdrängen. Und so demonstriert die Natur in eindrucksvoller Weise, dass die Bäume ( Würgefeige und Seidenwollbaum) beim Wachsen auch vor Tempelmauern nicht Halt machen müssen. Das Ganze gibt dem Tempel eine mystische Atmosphäre
Angkor Wat – beeindruckende monumentale Größe. Durch die imposante Spiegelung im Wasserreservoir wirkt das alles noch viel mächtiger.
Die„ Stadt in der Stadt“ beherbergte einst mehr als 10.000 Einwohner auf 190 ha Fläche . Im Tempel fühlen wir uns gleich wieder in die Hindhu- Mythologie entrückt, denn er symbolisiert den „ kosmischen Berg Meru“ . Er besticht aber auch durch klare architektonische Formen,
1850 Reliefs der Apsara- Tänzerinnen und …Treppen. Zur dritten, 10m hohen Ebene sind sie besonders steil und haben extrem schmale Trittflächen. Deshalb hat man zur Sicherheit der Besucher normale Stahltreppen angelegt, über die der Besucherstrom ventiliert wird
Der vielgepriesene spektakuläre Sonnenuntergang über Angkor Wat aber war eher „ eine schwache Nummer“. Vielleicht hatten wir nicht den richtigen Tag erwischt. Aber eigentlich konnte diese Konstellation- Die Sonne geht über dem Dschungel unter und die Tempelanlage liegt im Rücken – gar nicht so viel erwarten lassen. Da verspräche wohl der Sonnenaufgang eindrucksvollere Bilder…
Das einzig Bemerkenswerte an diesem Event war wohl, dass die Menschenmassen auf den extrem steilen Stufen nicht zu Fall kamen
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