Donnerstag, 20. Oktober 2011

Erkundung am Ho Tay und Truc Bach

Da ja in den letzten Tagen das Mopedfahren eingeschränkt war, unternahmen wir am Sonntag wieder mal einen längeren Fußmarsch- das Wetter lud dazu ein. Und dabei kann man auch einiges Interessanten entdecken:
 An der Promenade  am Südufer des Ho Tay erweckte dieses Haus unser Aufmerksamkeit:





Was mag zu dieser Namensgebung  (Libra = Waage) geführt haben? War dies früher ein Handelshaus der Fischer am See? Oder wollte ein Eigentümer sich eben „ ein gebildetes Image“ geben?


Im „Hafen“ legte gerade wieder ein „ Luxus-Liner“ nach einer sicherlich „atemberaubenden Fahrt“ auf dem West Lake an.

In der Tran Vu 60 kann man sich leckeres Eis munden lassen. Der Betreiber hat sich seine Kenntnisse aus Berlin mitgebracht.
An den Nachbartischen lief übrigens gerade eine Verkaufsveranstaltung für Babywindeln!! Teilnehmer: ein smarter Verkäufer mit Laptop und viele schwangere Frauen. Die Verbrauchsmuster wurden gleich auf ihre Saugfähigkeit getestet.

Die Tretboot- Schwäne auf dem Truc Bach sind doch mehr auf die Körpermaße der Vietnamesen abgestellt- ich hatte mit meinen langen Beinen einige Schwierigkeiten..


Die katholische Kirche Cua Bac ist leider nur zu den Messen geöffnet. Aber die Standbildgruppe im Außenrevier mit Jesu und u.a. mit einem Mann mit Schlips war doch bemerkenswert. Allerdings sahen die Gesichter alle eher europäisch aus. 

Freitag, 14. Oktober 2011

Die Zeremonie

Der nächste Morgen stand schon „ in aller Frühe“ ab 7:30 im Zeichen der großen Zeremonie..
Wieder eröffneten die Trommlerinnen den Reigen.  
   Und dann wurde in einer langwierigen Zeremonie  dem Helden 
                                                   Das ist die Sympolfigur des zu Verehrenden

 gehuldigt. Diese Zeremonie ist für Jahre einstudiert und wird jährlich in gleicher Weise zelebriert.

 Nur der gewählte „ Anführer“ ( in Rot) wird dann  ausgewechselt, wenn er dieses Amt körperlich nicht mehr bewältigt.
Die Akteure– allesamt Laien aus dem Dorf- gaben in ihren Festkleidern ein farbenprächtiges Bild.
                                         Der Schuh des Anführers

Nach den Herren vollzogen auch die Damen ihr Ritual, begleitet von der Tanzgruppe.



 
Das Ganze lief sehr feierlich, aber eben auch typisch vietnamesisch- familiär ab. D.h. kleine organisatorischen Ungereimtheiten wurden gekonnt überspielt und auch für die Zigarette war noch Zeit.











Zwischenzeitlich nahm auch der Besucherstrom merklich zu. Man zahlt ja keinen Eintritt, sondern entrichtet eine Spende. Die Quittung kann man dann zusammen mit anderen Opfergaben auf dem Altar platzieren.


Diese reichten von den üblichen Keksen u.a. Snacks über Getränke  und Obst bis zu
„ fleischlichen Gaben“


Und neben den Zeremonien waren die Hahnenkämpfe im vollen Gange.

Die „Krönung“  und für manche Besucher scheinbar der wichtigste Anlass ihres Kommens bildete dann die Festtafel, an der die Spende teilweise wieder abgegessen bzw. abgetrunken werden konnte.


Insgesamt war dies ein hautnahes Erlebnis der lebendigen vietnamesischen Folkloristik!

Viel mehr Fotos gibt es demnächst in der Picasagalerie:
https://picasaweb.google.com/Guenter.Lohse/DorffestUndZeremonie?authkey=Gv1sRgCLSI-Y6PjPKQBA

Dorffest

Mein einhundertster  Post ist einem kulturellen Ereignis gewidmet:

Vor fast 1000 Jahren bewahrte in einem Dorf am Ho Tay ein Fischer seinen König vor einem Attentat. Als bescheidener Mensch lehnt er die ihm daraufhin zuteil werdenden vielen Ehrungen und gesellschaftliche Höherstellung ab. Er wollte lieber Fischer bleiben.

Heute ist dieses Dorf längst ein Stadtteil von Hanoi. Aber seine Bewohner verehren den Fischer immer noch in ihrem Dinh- dem Gemeindehaus. Und alljährlich findet zu seinem Todestag, dem 12.Oktober, ein Dorffest statt. 

 Als Einwohner dieses Stadtteiles  waren wir in diesem Jahr eingeladen, daran teilzunehmen.

Eingeleitet wurden die festlichen Aktivitäten  durch Hahnenkampf. Am Vortag gab es die ersten Kämpfe in einer „ Arena“, 

während es am Folgetag in drei Kampfplätzen richtig „ zur Sache „ ging. 
 Und – hinter vorgehaltener Hand erzählt- da spielen Wetteinsätze auch eine wichtige Rolle. Interessant zu beobachten, mit welcher Sorgfalt und Hingabe die Kampftiere von ihren „ Managern“ in den Pausen betreut wurden.
 


Am Vorabend gab es dann ein buntes Kulturprogramm. 
Den Anfang bildeten die Trommler, deren Übungsstunden uns schon Wochen zuvor fast täglich „ in den Ohren lagen“ ( Der Dinh ist in Luftlinie keine 200 m von uns entfernt)


Danach wechselten sich Chor, Sologesang und Tanzgruppe in bunter Folge ab.
Bemerkenswert, dass das alles – bis auf einige Solisten- Laienkünstler „aus dem  Dorfe“ waren.


 Und auch die Kleinsten aus dem Kindergarten durften nicht fehlen.

( Fortsetzung folgt)

Donnerstag, 13. Oktober 2011

So schnell kann es kommen….. Mein erster Kontakt mit einer Klinik

Gerade in den letzten Tagen, als wir aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Augen- und Gallenoperationen hörten, hatte sich bei uns noch mal die Hoffnung bestärkt, medizinische Einrichtungen hier in Vietnam niemals von innen sehen zu müssen. Doch schon heute war ich gezwungen, die Hanoi Family Medical Praktice aufzusuchen:

Beim eigentlich ungefährlichen Überqueren einer Straße mit dem Moped lag ich plötzlich zusammen mit einem Vietnamesen auf der Straße.
Der erste Gedanke galt natürlich  dem „Idioten, der mich da ungekarrt hatte“. Dieser suchte dann auch schleunigst das Weite!
Der zweite Gedanke galt dem Moped, dem glücklicherweise nichts passiert war
Der dritte Gedanke galt dem Eigen-check mit dem Ergebnis, dass alle Knochen bewegbar waren. Erst nachdem ein hilfsbereiter Verkäufer eines Honda- Dealers mich mit dem Moped von der Straße geführt hatte, bemerkte ich doch ein tüchtiges Loch in der Haut auf der Oberseite des linken Oberarmes.
Ein dankbarer Gedanke, dass uns nicht noch ein dritter oder vierter Verkehrsteilnehmer zusammengefahren hatte, kam mir eigentlich erst viel später!!!

Der Verkäufer geleitete mich dann auch noch über die Straße in eine Apotheke. Dort genoss ich dann die Grundkenntnisse einer Verkäuferin in Erster Hilfe: Wund vorläufig säubern, Jodtinktur aufträufeln und Wunde abdecken. Verwundet war ich nur, dass sie auch noch eine Kapsel eines Medikamentes aufschnitt und dieses Pulver auch auf die offene Wunde streute.
( Später identifizierte ich dies als ein Antibiotikum) ( Kosten für diese Medikamente und Verbandsmittel: 20.000 VND)

So versorgt fuhr ich dann erst mal- leicht „ bedeppert“- mit dem Moped nach Hause, um dort den Schaden erst mal richtig zu begutachten. Die Wunde war doch erheblich und würde sich wohl nicht mit Selbstmedikamentation  schließen.
Also fuhr ich dann nach Konsultation mit Freunden über die geeignete medizinische Einrichtung in die o.ä. Klinik- auch wieder mit dem Moped, denn alle Organe funktionieren ja normal. Die Klinik ist auch keine 10 min. Mopedzeit von uns entfernt.
Binnen kurzer Zeit wurde hier die Wunde fachmännisch gereinigt, begutachtet und vom Chef- einem Iren- genäht und verbunden. Auch der Arzt „verpasste“ mir Antibiotika.
Nach Begleichen der Rechnung ( 180,80 $) durfte ich dann auch noch nach Hause fahren. Aber für die nächsten 5 Tage soll das Moped lieber stehen lassen. Mal sehen, ob ich mich daran halten werde.
Am Samstag bin ich zur ersten Nachsicht einbestellt.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Neuerwerbung im Garten

Unser Garten ist ja nicht groß, aber hoch!!!!!



Da der gesamte Hofraum gefliest ist, besteht unser „Garten“ nicht aus Blumenbeeten und -rabatten, sondern aus vielen Blumentöpfen. Deren Anzahl ist mittlerweile auf ca. 70 Stück mit Topfdurchmessern zwischen 10 und 60 cm angewachsen.

Dieser Tage zog wieder eine Neuerwerbung ein, die wir aus dem „ Nachlass“ eines ausreisenden CIM-Kollegen erwarben. 
 Nach seiner Meinung sollte es ein Avocado –Busch sein. Doch nun haben wir nach umfangreicher Suche mit einigen Irrwegen herausgefunden, dass sich hinter dem vietnamesischen Namen „ Ngoc Lan“ ein Baum namens „White Champak“ oder „ Weiße Champaca“ verbirgt. Die Blüten sollen stark duften und der Baum steht sehr oft in Pagoden. Und richtig, wir fanden ihn sogar in unserer benachbarten Chua. Nun sind wir auf die Blüten gespannt.
Der Transport erfolgte recht unproblematisch. Zusammen mit Jowi, der nun eine Heliconia  sein eigen nennt, hatten wir ein Dreirad gechartert. Unser Busch mit einer Wuchshöhe von ca. 1.80m musste sich zwar etwas „ ducken“ , aber er hat es überstanden.

Allerdings musste ich schon beim Abholen einen äußerst unangenehmen Fakt bemerken- der Busch ist voll besetzt mit Schildläusen.
  Das hatten wir beim Kauf am Samstag Abend nicht bemerkt. Sein Vorbesitzer meinte, dass mit dem Blattabwurf ja auch die Läuse verschwinden ( zumindest zeitweilig). Aber werde da wohl versuchen, mit Abwischen der Blätter und „ chemischer Keule“ die Plagegeister zu bekämpfen. Das wird wieder ein langwieriges Programm!!!!

Ach ja, dann hatten wir ja noch eine weitere Orchidee gekauft- noch in der Knospe. Diese haben sich nun geöffnet und die Blüten erfreuen uns mit ihren „lustigen Gesichtern“.


Montag, 10. Oktober 2011

Kinderernährung


Also, irgend etwas müssen wir früher bei der Ernährung unserer Kinder falsch gemacht haben. Dieser Eindruck könnte sich einem aufdrängen, wenn man hier in Hanoi beobachtet, wie vielerorts die Kinder gefüttert werden.
„ 1. Grundsatz“: gestillt werden die Kinder nur kurze Zeit.
 In einer offiziellen Verlautbarung aus dem Bereich Gesundheits- und Sozialwesen soll sogar ausgeführt worden sein, dass Muttermilch schädlich ist ( So zumindest die Aussage eines Kollegen, der in diesem Bereich tätig ist). Und deshalb sind die Regale in den Mimimärkten voll mit irgendwelchen Kindernahrungs- und Ergänzungsprodukten. Und die Mitbringwünsche der Kolleginnen bei Heimreisen nach Deutschland  beinhalten oft genug  „ Vitamine u.a. Gesundes für die Kinder“

„ 2. Grundsatz“ – Gefüttert wird auf der Straße oder zumindest im öffentlichen Leben

wie oft beobachten wir hier, dass die Großmütter oder auch Mütter mit den lieben Kleinen zum Füttern auf die Straße ziehen. Ob im Rollstühlchen oder auf dem Arm- da wird herumgezeigt und erzählt und schwups… haben die Kleinen wieder einen Löffel Brei im Mund.

Und das passiert nicht nur hier in unserem unmittelbaren Umfeld etwas am Rande der Stadt.
Nein- auch auf der Pho Cat Linh, einer stark befahrenen Geschäftsstrasse beobachtete ich eine Frau im schicken Office- Kostüm, den Kleinen auf der Hüfte. Mit dem rechten Arm hielt sie den Kleinen und die Breischüssel und die linke Hand führte den Löffel aus der Schüssel zum Mund des Kleinen. Und um sie herum „ tobte“ der Verkehr- natürlich die Mopeds auch auf dem Fußweg….

Und noch eine nahezu abstruse Beobachtung in der Vong Thi. Eine Frau hielt ein Kind
( 1,5 bis 2 Jahre) auf dem Schoß und dazu noch eine Tasse mit Saft o.a.  Flüssigkeit. Aus dieser Tasse füllte sie eine  Spritze und pumpte damit die Flüssigkeit in den Mund der Kleinen, die dann nur noch schlucken musste.

Ein schon etwas „ vervietnamesierter“ Kollege- lebt schon über 6 Jahre in Hanoi, ist mit einer Vietnamesin verheiratet, aber bisher ohne eigene Kinder- interpretierte diese Art der Kinderfütterung so:
„ Das ist doch geschickt. Die Kinder sind abgelenkt und konzentrieren sich nicht darauf, ob sie überhaupt essen wollen und ob es schmeckt und schlucken automatisch….“

In der Gänsemast nennt man so etwas wohl  „ Stopfen“ – und das ist wohl verpönt……

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Ehrenrettung für dieTaxifahrer ??


In der Nacht zu gestern hatte es geregnet bis in die Morgenstunden. Nicht viel. Nur 16 mm hatte ich aus meinem Regenmesser ausgeschüttet. Genug aber, um die Nachfrage nach Taxen mächtig in die Höhe schießen und in der  Pho Vong Thi  einen kleinen „ See“ entstehen zu lassen.
Und so findet Vera auf ihrem täglichen Weg zur Bank an ihrem gewöhnlichen Taxistand kein Taxi, aber noch einen potentielle Fahrgast- eine Hochschwangere.
Nach geraumer Wartezeit nähert sich dann doch eines der VIC-Taxen. Aber – Pech gehabt- der Fahrer hat nun seine durchs Arbeitszeitregime bedingte oder technische Pause. Aber nun kommt die große Überraschung:
Der Fahrer telefoniert eifrig, um Taxen an diesen Standort zu beordern. Und als dies nicht gelingen will, fährt er die beiden „Fahrgästinnen“  durch den „ See“ zur nahegelegenen Hauptstraße und ordert dort gleich zwei Taxen  für die unterschiedlichen Ziele. Das war doch Service und ein wohltuendes Erlebnis im Vergleich  zum Vorabend. Und das sogar mit der gleichen Gesellschaft !!

Nun hat doch jeder von uns „Wahl Hanoiern“ schon das eine oder andere Erlebnis mit den Taxifahrern gehabt. Dieses Beispiel hebt sich wohltuend von den meist negativ gefärbten Eindrücken über diese „Zunft“ ab und soll deshalb dokumentiert werden

Dienstag, 4. Oktober 2011

Dienstleistungsbewusstsein??


Eigentlich hätte der deutsche Staatsfeiertag hier in Hanoi sich als ganz normaler Werktag entwickeln sollen. Aber dann flatterte uns doch noch kurzfristig und unerwartet über Umwege eine Einladung zum Empfang in die deutsche Residenz ins Haus.

„ In Schale geschmissen“ entschieden wir uns diesmal,  nicht mit dem Moped zu fahren. Beim Versuch, ein Taxi zur heuern, gesellte sich noch ein deutscher MAP aus der Nachbarschaft hinzu. Nach einiger Wartezeit begaben wir uns dann auf die Tour, die leider schon nach kurzer Fahrt gestoppt wurde- die Promenade am West-Lake war total verstopft. Auf fast 500m Länge leuchteten uns die Rücklichter der vor uns stehenden und die Scheinwerfer der sich uns entgegenquälenden  PKW`s  entgegen. Und dazwischen „ quirlten“ natürlich Unmengen von Mopeds. Im Schritttempo verrann die Zeit. Unser Taxidriver begann schon bald unruhig auf das Taxometer zu zeigen. Offensichtlich verdiente er beim Stehen nicht genügend und im Stillen kalkulierten wir schon, wie viel er denn dann letztendlich auf den Fahrpreis aufschlagen wolle.
Aber es kam noch toller:
Als wir dann endlich die breitere Straße mit freier Fahrt erreicht hatten, bedeutete uns der Fahrer, dass wir nun hier aussteigen und ein anders Taxi nehmen sollten. Vorher schon hatten wir aus seinen zahlreichen Gesprächen per Handy und Taxiruf die Worte „ …Com chua….“ herausgefiltert ( d.h. soviel wie „ Essen ist fertig“)
Unsere Proteste halfen uns wenig- erschaltete das Taxometer aus und hielt einfach am Straßenrand  an und öffnete die Türen. Das muss man sich mal vorstellen: 
Da werden drei festlich gekleidet Ausländer einfach aus dem Taxi auf die Strasse gesetzt, nur weil der Fahrer seinen Dienst nicht fortsetzen wollte …..
Glücklicherweise fand sich dann auch bald ein neues Taxi und auf Umwegen über insgesamt stark befahrene Strassen erreichten wir mit reichlicher Verspätung unser Ziel. Dort war der offizielle Teil schon ohne uns abgelaufen und viele der ausländischen Gäste waren schon wieder gegangen. Dadurch bot sich dann reichlich Platz und noch genügend Zeit für angenehme und interessante Gespräche  und leckeres Essen und Trinken….

Samstag, 1. Oktober 2011

Ein Tropensturm war angekündigt… Nesat .

Und je nach „ Temperament“ und Gewöhnung im Umgang mit widrigen Umständen waren auch die Vorbereitungen darauf. Sie reichten von „ 0-Aktivität“ bis hin zu detaillierten Verhaltensregeln der amerikanisch geführten Internationalen Schule UNIS ( u.a. auch der Hinweis, vorsorglich das Notstromaggregat nochmals mit Treibstoff aufzufüllen).
Aber es kam dann glücklicherweise in Hanoi wieder ganz anders- nämlich fast gar nix. Es war nur etwas stürmischer als sonst. In Hai Phong und der HaLong-Bucht muss es aber wesentlich stärker gewütet haben.

Auch die angekündigten 200 mm Niederschlag trafen nicht ein. An meinem Regenmesser habe ich 45 mm gemessen-verteilt über den ganzen Tag. Es war also mehr ein stärkerer Landregen und kein solch kurzzeitiges „ Eimerausschütten“ wie wir es schon mehrfach beobachtet hatten und nach dem dann größere Straßenregionen zeitweilig unter Wasser standen.

Insgesamt lag damit der Niederschlag im September mit 278 mm deutlich über dem
15- jährigen Mittel von 198 mm. Vom Rekordwert des Jahres 2007 von 366 mm war dieses Jahr aber auch noch weit entfernt. Für uns persönlich war es aber der feuchteste September, den wir in Hanoi erlebt haben, denn die Jahre 2009 und 2010 fielen wesentlich trockener aus.