Am Neujahrstag sitzen wir um 6 Uhr morgens auf dem Moped, denn der erste Programmpunkt
unserer Tour zum Homestay führt
uns zum Floating Market in Cai Rang.
Im Unterschied zu den Märkten um Bangkok ist
Großhandelsmarkt.
Aus den verschiedensten Provinzen des Deltas
kommen die
Bauern und Händler mit ihren
Booten hierher, um ihre Produkte zu verkaufen.
Ihre Kunden beliefern dann
ebenfalls per Boot
die lokalen Märkte.
Zum Neujahrsbeginn sind besonders viele Früchte
mit
der „ Glücksfarbe Rot“ im Angebot,
wie die Drachenfrüchte oder rotfleischige
Wassermelonen.
Eine Frucht an einer langen Stange signalisiert das
angebotene Sortiment.
Auch Kürbisse werden gehandelt.
Es ist ein wuseliges Treiben, in dem ja auch noch viele Touri-Boote
der Kreuz und der Quere gondeln und selbst auch einige größere Pötte als „
Stinker“ irgendwohin wollen.
Und auch die Versorgung mit
Getränken
und Speisen ist gewährleistet.
Die Lieferer bleiben mit Ihren Boot hier, bis alles verkauft
ist- manchmal einige Tage. Ihr Leben findet demzufolge längere Zeit an Bord
statt, wie dieser „ offene Kleiderschrank“ verrät.
Vom Markt geht’s gleich weiter zu einer der Nudelfabriken in
diesem Terrain.
In wenigen Produktionsstufen verwandeln sich geschrotete Reiskörner
zu Nudeln:
Die so entstandene Pulpe wird in Säcke gefüllt
Auf heißen Platten wird die „
Brühe“ wie ein großer Eierkuchen von ca. 50 cm Durchmesser ausgebreitet und von
beiden Seiten eingetrocknet – zum Verteilen findet eine Art Nudelholz aus
Bambus Anwendung
Diese dünnen Platten werden
einige Stunden luftgetrocknet.
Als letzter Arbeitsschritt werden
diese Platten in dünne Streifen geschnitten und fertig sind die noch flexiblen
Nudeln. Diese werden gebündelt, gewogen zu 5kg und verpackt.
Es besteht offensichtlich großer Bedarf, denn die Factory arbeitet sogar in Schichten.


