Wie wohl die meisten Europäer kannte ich bisher als verwehrtbaren Teil der Kürbisgewächse nur die Früchte Gurken, Zucchini, Melonen und eben Kürbisse in verschiedenen Formen.
Die Systematik der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) mit
- 2 Unterfamilien
- 11 Tribus
- 14 Subtribus und
- 127 Gattungen
erspare ich uns mal lieber.
Hier in Vietnam ergänzen noch einige Früchte aus dieser Familie das Gemüseangebot, wie z.B. Bittermelone und Chayote. Das ist aber nicht so unsere Geschmacksrichtung
Aber von mindestens zwei dieser Vertreter bereichern auch die jungen Triebe und Blütenansätze als Gemüse unseren Speisezettel, nämlich vom Kürbis ( rau bi) und Chayote ( su su).
Und eben dieses „ su su“ ist eine Spezialität von Tam Dao.
„Die raubehaarte, einhäusige, ausdauernde Kletterpflanze mit wissenschaftlichen Namen Sechium edule wächst an geeigneten Standorten sehr schnell und kann dort je nach Rankgrundlage mehrere Dutzend Quadratmeter bedecken. Rankt sie an einem Baum, kann die Chayote durchaus bis über fünf Meter hoch wachsen“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Chayote)
Nun, in Tam Dao wird sie überall dort angebaut, wo früher zur Zeit der Franzosen Wein oder Tee wuchsen und zwar in hüft- bis brusthohen Beständen, so dass die jungen Triebe noch bequem geerntet werden können.
Ich will mal hoffen, dass das frische Klima der Höhenlage den Mehltau von diesen Beständen fernhält. Zumindest habe ich bei beiden Besuchen ( März 2010 und Juli 2012) keine Spritze mit der „chemischen Keule“ im Einsatz gesehen
Geerntet wird offensichtlich über
einen längeren Zeitraum im Jahr
und bündelweise wird die frische
Ware
dann von zahlreichen fliegenden Händlerinnen feilgeboten.
In vielen der PKW finden sie dann auch ihren Weg bis Hanoi.
Zubereitet werden die jungen Triebe durch kurzes Dünsten mit viel Knoblauch- schmeckt ganz lecker.

