Samstag, 14. Juli 2012

Was wächst und blüht denn da – Su su


Wie wohl die meisten Europäer kannte ich bisher als verwehrtbaren Teil der Kürbisgewächse nur die Früchte Gurken, Zucchini, Melonen  und eben Kürbisse in verschiedenen Formen.
Die Systematik der Familie der Kürbisgewächse  (Cucurbitaceae) mit
      -     2 Unterfamilien
- 11 Tribus
- 14 Subtribus  und
- 127 Gattungen
erspare ich uns mal lieber.

Hier in Vietnam  ergänzen noch einige Früchte aus dieser Familie das Gemüseangebot, wie  z.B. Bittermelone und Chayote. Das ist aber nicht so unsere Geschmacksrichtung

Aber von mindestens zwei dieser Vertreter bereichern auch die jungen Triebe und Blütenansätze als Gemüse  unseren Speisezettel, nämlich vom Kürbis ( rau bi)  und Chayote ( su su).

Und eben dieses „ su su“ ist eine Spezialität von Tam Dao.

„Die raubehaarte, einhäusige, ausdauernde Kletterpflanze mit wissenschaftlichen Namen Sechium edule wächst an geeigneten Standorten sehr schnell und kann dort je nach Rankgrundlage mehrere Dutzend Quadratmeter bedecken. Rankt sie an einem Baum, kann die Chayote durchaus bis über fünf Meter hoch wachsen“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Chayote)

Nun, in Tam Dao wird sie überall dort angebaut, wo früher zur Zeit der Franzosen Wein oder Tee wuchsen und zwar in hüft- bis brusthohen Beständen, so dass die jungen Triebe noch bequem geerntet werden können.


Ich will mal hoffen, dass das frische Klima der Höhenlage den Mehltau von diesen Beständen fernhält. Zumindest habe ich bei beiden Besuchen ( März 2010 und Juli 2012) keine Spritze mit der „chemischen Keule“ im Einsatz gesehen





Geerntet wird offensichtlich über  
einen längeren Zeitraum im Jahr 
und bündelweise wird die frische 
Ware





dann von zahlreichen fliegenden Händlerinnen feilgeboten.








 In vielen der PKW finden sie dann auch ihren Weg bis Hanoi.






Zubereitet werden die jungen Triebe durch kurzes Dünsten mit viel Knoblauch- schmeckt ganz lecker.

Freitag, 13. Juli 2012

Die katholische Kirche in Tam Dao…..



….hat wohl in Tam Dao den größten Schritt in der Entwicklung seit 2010 getan.

Damals konnten wir uns dem erst 2009 wieder der Kirche rückübereigneten Objekt nur über Bauschutt nähern. Im Inneren „ prangten“ nur die kahlen Wände. Aber schon damals klang die Glocke übers Tal und der Sonntagsgottesdienst wurde an einem provisorischen Altar abgehalten.

In diesen Tagen präsentiert sich das sauber mit großen Platten belegte Außenrevier als beliebtes Ziel fotografierwütiger Touristen.



 Hinter Schutzscheiben leuchten 
 in Blei gefasste bunte Fenster-
 in der Apsis mit den Bildnissen 
von Maria, Peter und Paul.











Tagsüber ist die Kirche verschlossen. Aber dem Glockengeläut am Abend folgend fanden wir sogar Zutritt ins Innere. Auch da hat sich in den zwei Jahren viel getan. Die Wände und das Deckengewölbe sind sauber hell verputzt. Von der Decke hängen drei verschiedene Kronleuchter herab ( verschiedene Sponsoren??). An den Wänden  wird in kleinen, separat angeleuchteten  Bildern der Leidensweg dargestellt. Der Altar ist schlicht aus Stein gestaltet und mit Kunstblumen geschmückt.





Das Bemerkenswerte aber sind        
die Statuen von Maria und Joseph. 
Als Reverenz an den stolzen 
vietnamesischen Familienvater (?) 
trägt Joseph das Christuskind
 auf dem Arm. 







Und warum steht Maria auf einer Schlange ? 



Und  welche Bedeutung kommt der russischen Ikone neben 
             der Maria zu ?



Zur Abendvesper war die Kirche „ prall gefüllt“. Zunächst saßen nur zwei Frauen da. Mit dem Eintreffen einer dritten war wohl da Limit für den Beginn erreicht und später kam sogar noch ein Mann dazu.
Der Sing-Sang erinnerte mich aber dann doch stark an das, was ich in Hanoi sehr oft aus der benachbarten Chua höre…

Donnerstag, 12. Juli 2012

Tam Dao- zum Zweiten


Bei unserem Ausflug im Frühjahr 2010 ( siehe Blog) hatten wir im „ Moon Bear Rescue Centre“ nur die leeren Gehege, aber keine Bären vorgefunden. Deswegen lenkten wir unser Moped am vergangenen Wochenende  noch mal dorthin.  Sicherlich trug auch die Routine von nunmehr fast 3 Jahren Mopederfahrung dazu bei, dass uns die Fahrt mit jeweils knapp 2 Stunden wesentlich kurzweiliger vorkam. 
Und diesmal hatten wir auch Glück. Trotz Mittagspausenzeit zeigten sich einige der erwachsenen „Moon-Bears“


und auch einige aus der Kinderstube.


Dies soll wohl ein „ Sun-Bear“ sein. Allerdings kann ich  den Unterschied ( der Brustfleck soll mehr rötlich gefärbt sein) nicht so eindeutig erkennen. Aber kleiner ist er allemal.

Große Mengen meistenteils ausländischer Fördergelder wurden aufgewendet, um nun mittlerweile über 100 Tieren, die größtenteils aus illegalen Bärenfarmen in Vietnam stammen,  eine tierwürdige Unterkunft zu bieten. Und gleichzeitig wurden auch einige Arbeitsplätze für Vietnamesen geschaffen. Damit ist das Reservat ein prestigeträchtiges Vorzeigeobjekt.
Ob aber der gewünschte Effekt, durch Aufklärung und Vorbildwirkung die  illegale Bärenhaltung zur Gewinnung der Bärengalle einzudämmen, erreicht wird , ist doch wohl mit großer Skepsis zu betrachten. Eine Renaturalisierung der Tiere ist wohl auch nicht angedacht und dazu bestehen kaum Chancen.
Somit bleibt das ganze wohl ein sehr teures Altersheim für Tiere, über dessen Wert man sehr geteilter Ansicht sein kann.
( mehr Infos findet Ihr bei „Jowis-hanoi-experience.blogspot.com“)

Die Auffahrt zur „ Tam Dao Hill Station“ ist nach wie vor spektakulär mit tollen Ausblicken und zunehmend frischer Luft.

 Der Ort liegt malerisch am Hang. 


















Die aus dem Tal heraufziehenden Wolkenfetzen ließen die Wolkenuntergrenze  in dieser Höhenlage schwanken

 und boten teilweise ans mystisch grenzende Anblicke

Doch insgesamt hat  der Ort nach wie vor nicht zu viel Schönes vorzuweisen, aber eben vietnamesischen Massentourismus, auf den auch die Gastronomie und Hotellerie abgestimmt sind . Das Frühstück im
 „ 3 Sterne- Huon RungHotel“ war eine einzige Katastrophe. Die einzige vernünftige Lokalität scheint nach wie vor das Mela-Hotel mit einem interessanten Speisenangebot zu sein- u.a. Beef ( sogar weich!!) mit Kaffeeblüten- lecker!!

Die „Attraktionen“ des Ortes sind
     -    der Wasserfall, der diesmal sogar Wasser führte, 
aber in einem Ranking aller besuchten Wasserfälle
 ziemlich weit hinten landen dürfte



-         die Chua, in der nun  ein weiteres Gebäude
 in Betrieb genommen wurde und einen 
wechselnd bunt beleuchteten Buddha präsentiert.










Erstaunlich war für mich, dass an den 2010 noch strahlend weißen Figuren 

                                          im Freien das Wetter doch schon 
                                          leicht ergrauend gewirkt hat.


Es ist noch ein größeres Gebäude im  Bau, zu dem alle Baumaterialien auf der   Schulter hochgeschleppt werden.










Zu den weiteren Besonderheiten des Ortes gehören die katholische Kirche  und  das Gemüse " Su su"   . Dazu gibt  es  später nochmal mehr

All diese Plätze sind mit viel Treppensteigen erreichbar. So richtig schön wandern kann man in diesem Ort nicht. Auch unten im Park am Fuße des Massivs war leider der Wanderweg entlang des Baches durch Bauarbeiten zur Erweiterung der Bärenstation verwehrt.
Ein im Jahre 2010 zumindest noch auf den anfänglichen Metern erkennbarer Trail, der in Initiative der GTZ errichtet worden war, ist nun zugewachsen und die Hinweisschilder verrotten am Boden-

 so viel zum Thema „Nachhaltigkeit“……


Für den Botaniker noch interessant war diese Blüte, deren Namen aber im Bärencenter nicht mal auf vietnamesisch wusste. Der Baum soll wohl nicht aus dieser Gegend stammen

Freitag, 6. Juli 2012

Was lange währt, wird gut?


 Irgendwann im Jahre 2010 wurde am Südufer des West-Lake eine Verbindung zwischen den Verkehrsströmen auf der „Van Cao“, „ Hoang Hoa Tham“ und  „Thuy Khue“  mit der Promenade „ Ven Ho“ hergestellt - In Form einer „ Schlippe“, durch die gerade so ein PKW und ein Moped nebeneinander passten. Damit war natürlich tägliches Verkehrschaos vorprogrammiert. Das ganze wird dadurch noch komplizierter, dass gerade an dieser Kreuzung auch das größte „Bia Hoi“ an der ganzen Promenade liegt. Durch das Ein -und Ausparken von Fahrzeugen und anhaltende Taxen wird der Verkehr noch zusätzlich belastet.

Ende 2011 stellte man dann eine zweite Einmündungsspur nach rechts fertig - in „weitsichtiger vietnamesischer Denk- und Bauweise“ ebenfalls eng und mit einer Senke, in der  nach jedem Regen das Wasser steht. Und man verbreiterte auch die Ven Ho an dieser Stelle nicht, obwohl Platz dazu bestand, das Einfädeln dadurch zu erleichtern.

In einer Art Kreisverkehr wollte man den Verkehr lenken. Ein einfacher blauer Pfeil
( „ Rechts Abbiege-Gebot“) sollte das richten.

Es kam, wie es kommen musste: Entsprechend den Gepflogenheiten der Verkehrsteilnehmer wurde dies natürlich fast vollkommen ignoriert und nach wie vor wuselte alles durch die engste Stelle, die man allerdings nach und nach auf zwei PKW-Breiten erweiterte.
                                         ( jetzt ist das unproblematisch, da wenig Verkehr)
Im Jahre 2012 waren dann ab und an „ Komplexeinsätze“ der grünen und blauen Ordnungshüter zu beobachten. Nicht in der „ rush hour“ zur Lenkung des Verkehrs, sondern in den Morgen- und Vormittagsstunden. Wohl eher zur Disziplinierung? Die eigentlichen, Verkehrspolizisten in ihren sandfarbenen Uniformen waren da gar nicht zu sehen.

Dieser Tage vormittags wollte ich in dieser Gegend einige Bäume fotografieren. Ganz erstaunt konnte ich feststellen, dass ca. 70 % aller Taxen und 40..50 % der privaten PKW brav der gebotenen Richtung folgten. 
                                                          Hier an der engen Stelle beim Einfädeln auf die ven Ho

Einige stutzten erst noch, aber sie nahmen dann auch noch das Wasserbad in Kauf, denn am Abend zuvor waren wieder über 40 mm Regen gefallen. 

Sogar zwei oder drei Mopedianer befolgten die Anweisung.
Der Rest des zu dieser Zeit geringen Verkehrsaufkommens fuhr „ normal falsch“. Und dazu gehörte  auch ein Armee -PKW ( rotes Kennzeichen)

 und ein Behörden – PKW ( blaues Kennzeichen). 

Um diese Zeit war das alles kein Problem und es gab keine Behinderungen.

Wie wird das aber in der rush hour aussehen? Das habe ich mir gestern angesehen:
35 von 58 PKW ( 60 %) fuhren richtig. Bei den Mopeds habe ich nicht gezählt. Da war aber die Quote wesentlich schlechter. Aber auch bei dem „ generell undiszipliniertem Volk“ hat  diese Verkehrsregelung schon Wirkung gezeigt.

Zu den Verkehrssündern zählten Taxen, zivile Pkw und auch Behördenfahrzeuge. 

Eines mit blauen Kennzeichen „erkämpfte“ sich seinen verkehrswidrigen Weg mit lautem Hupen. Und zu den zweirädrigen Sündern zählte auch ein grün Uniformierter mit zwei goldenen Sternen.
Das falsche Einfädeln der PKW verursachte zwar kurzzeitige Stockungen im Verkehrsfluss, 

aber keine langgestreckte Staus. Zugegeben: Es ist Sommer – und Ferienzeit und da ist das Verkehrsaufkommen insgesamt nicht so hoch.

Zur gleichen Zeit waren übrigens wieder 1km weiter „grüne und blaue Greifvögel“ auf der Jagd nach unbehelmten Mopedianern. Dass sich an dieser engen Stelle gleich zwei Mal durch einen Müllkarren und durch einen Mann, der mit Kinderwagen auf der Straße unterwegs war, größere Staus bildeten- dagegen konnten und wollten die Ordnungshüter aber nichts tun.
Fazit:
Verkehrsregeln können auch in Vietnam eingehalten werden. Aber dazu bedarf es eben konsequenter und permanenter Maßnahmen einschließlich drastischer Strafen und Verkehrserziehung schon von der Schulzeit angefangen. Und wie wäre es mit Vorbildwirkung von Behörden und Uniformierten ?
Spontane Einzellösungen wirken wie die berühmten Tropfen auf dem heißen Stein.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Wer klopft denn da?


Im Juni 2010 hatte ich über ein Eisvogel - Pärchen berichtet, das sich vor unserem Treppenfenster niedergelassen hatte.
 Durch die Aktivitäten der Nonnen im Chuagarten ist dieses Paar leider vertrieben worden. Seitdem klopften immer mal wieder kleine Meisen- oder Spatzen- Vögel an den Fensterscheiben herum.

Seit ein paar Tagen wechseln sich nun die kleinen „ Emslinge“ mit größeren Exemplaren ab. Diese bevölkern mit zahlreichen anderen Gefiederten die benachbarten Bäume und stimmen kräftig in das alltägliche Konzert ein. Ab und an kommen ein oder zwei zum „ Vogelfernsehen an unsere Mattscheibe“


 Beim genaueren Beobachten kann man sogar feststellen, dass das nicht immer dieselben sind. Besonders hervorstechend sind die „ Nackenhaare“ , die wie ein Kamm aufragen.

Über den vietnamesischen Namen „Chào Mào“ konnte ich sie als Bülbüls aus der Familie der Sperlingsvögel identifizieren. Der Name Bülbül kommt aus dem Persischen (‏بُلبُل‎) – über das Türkische – und bedeutet Nachtigall. (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BClb%C3%BCls). Sie treten hier sogar als zwei verschiedene Versionen auf: der normale Bülbül 
und der Rotohr- Bülbül. Dieser hat
 neben dem weißen Ohrfleck noch
 einen roten und die Afterfedern sind
 ist orange gefärbt.
                                                                           ( so schön habe ich
                                                                                                       ihn nicht vor die  
                                                                                                       Linse bekommen)


Den vietnamesischen Namen hatte mir übrigens mein Friseur verraten. Dieser züchtet und verkauft in seinem Parallel- Geschäft Vögel.  Und da die Bülbüls sehr zutraulich sind und  auch gezähmt werden können, hat er auch solche in seinem Angebot. 




Es wäre interessant zu erfahren, welches Geschäft mehr einbringt.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Was wächst und blüht denn da – Lotos


Das ist wohl eines der high lights der vietnamesischen Pflanzen- und Blumenwelt- die Lotusblume.

Wer kann sich nicht an den violetten oder weißen Blüten begeistern –
                  in der Vase zu Hause
oder in den Buketts der unzähligen Blumenverkäuferrinnen, die das Stadtbild Hanois schmücken. 




 Massen von jung und alt ziehen täglich zu den Lotosteichen, um sich dort an der Blütenpracht zu begeistern und um selbst mit den blühenden Schönheiten fürs Foto zu posieren.



Dieser junge Mann posiert nicht , sondern erpflückt die ware für den nächsten Tag








 Das Besondere an den Blättern des Lotos ist ihr 
hydrophober, d. h. flüssigkeitsabweisender Effekt. Das Wasser perlt einfach ab. Dadurch bleiben die Blätter stets sauber, und es können sich keine Pilze oder andere Organismen auf ihnen bilden, die der Pflanze schaden könnten.

Oben- Lotosblätter mit Perlen abtropfenden Wassers
Unten- völlig benetzte Blätter der Tteichrose



 Deshalb ist der Lotos ( nicht nur ??) in Vietnam auch ein Symbol für die Reinheit.






Die Lotosblume ( vn: Hoa sen), hier konkret, die Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera;  Synonyme: Nelumbium speciosum Willd., Nymphaea nelumbo) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lotosblumen (Nelumbo) in der Familie der Lotosgewächse (Nelumbonaceae).

Sprachlich wird die Lotusblume öfters mit dem  Tigerlotus (Nymphaea lotus)  ( vn: Hoa Súng) vermischt  Aber dies ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seerosen (Nymphaea) in der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae).

Auch sie ist in Vietnam verbreitet und findet sich oft in Teichen von Pagoden und Tempeln
 ( hier in den ersten Jahren im Teich unserer Nachbarn, der Chua Vong Thi)


  
oder in ländlichen Gegenden ( hier in Mai Chau)

Sonntag, 1. Juli 2012

Niederschlagsbilanz 1. Halbjahr 2012


Mit viel Blitz und Donner verabschiedete sich der Monat Juni und bescherte uns mit 94 mm sogar noch einen neuen Tages- Rekord an meiner Niederschlagsmessstelle.

Insgesamt fielen im Juni  381,5 mm und 770,5 mm im 1. Halbjahr 2012  . Beide Werte liegen über dem Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2010. Der Juni verfehlte des bisherigen Höchstwert aus dem Jahre 1994
 ( 384mm) nur knapp.

In diesem Jahr fielen in den Monaten Januar und Februar geringfügig mehr Niederschläge als im Durchschnitt. Im Mai waren es schon 40 mm mehr und nun im Juni 139,5 mm. Die Monate März und April waren deutlich trockener. In den ausgewerteten Jahren ist aber keine eindeutige Tendenz erkennbar, dass die Niederschlagssummen in den einzelnen Monaten die Summe des 1. Halbjahres besonders prägten.

Das 1. Halbjahr 2012 rangiert mit diesen Ergebnissen an vierter Stelle der Jahre 1993 bis 2010 und ist vom Höchstwert mit 993 mm im Jahre 1994 noch weit entfernt.


Die Tendenz des 1. Halbjahres muss sich nicht zwangsläufig im 2. Halbjahr und für die Gesamt-Jahreswerte fortsetzen. Interessanter Weise lagen nur in drei von 15 Jahren die Werte des gesamten Jahres über dem Durchschnitt, wenn auch schon das 1. Halbjahr überdurchschnittlich nass war. Lassen wir uns also im 2. Halbjahr überraschen.