Donnerstag, 17. Januar 2013

Fahrt nach My Tho

Das Hotel in Can Tho hat uns Bustickets für den Expressbus nach HCMC bestellt. Vom Hotel werden wir mit einem Zubringer-Bus abgeholt. Am Busterminal kaufen wir die Tickets (110.000 VND bis HCMC) und nach kurzer Zeit geht`s los. Nummerierte Sitzplätze, nur ein Zwischenstopp an einem weiteren Terminal, kein lästiges „ Fahrgast-Picking“ wie in den normalen Überlandlinien gewährleisten eine angenehme Fahrt.
Ein Überblick über das Delta und die Fahrtstrecke sollte sich mit diesem Link öffnen:
http://www.mekongtraveltours.com/mekong-travel-map.html

Unterwegs in der 2 1/2-stündigen Fahrt haben wir noch mehrfach Gelegenheit, Brückenkonstruktionen zu bewundern. Mit Hilfe ausländischer Investoren (die Japaner und Australier waren da wohl sehr stark beteiligt)  wurden in den letzten Jahren stabile Straßenverbindungen in diesem gewiss bautechnisch anspruchsvollen Terrain geschaffen.
Hier überqueren wir den Song Thien beiVinh Long.

 Wenn es doch in ganz Vietnam im gleichen Tempo voran gehen würde......

Da My Tho nicht direkt am Highway liegt, müssen wir  10km vor unserem Tagesziel aussteigen und am Straßenrand mit Xe Om- Fahren handeln. Bei 70.000 VND je Moped  werden wir und einig und so gibt es wieder ein Premiere:
Mit Rucksack und Koffer bzw. Reisetasche erreichen wir als zwei Soziusse unser Ziel.

Die Stadt My Tho liegt am nördlichsten der Deltaarme des Mekong, am Song Tien.
Man spürt man den Einfluss der Reichweite des Tagesstourismus von HCMC her: An der Promenade 
 „ stirbt“ ab 17 Uhr das touristische Leben. All das , was so die Atmosphäre  einer solchen Stadt eigentlich ausmacht- Lädchen, Stände . Touristenbüros- werden geschlossen- sehr verwunderlich!

Dagegen sind die Inseln im Fluss                   
 tagsüber voll auf das Touristengeschäft 
ausgerichtet- das hat wohl weniger mit 
dem reellen Leben im Delta zu tun oder 
das reelle Leben hier besteht eben aus 
Tourismus ??
Nun ja, wir buchen auch eine Tour zu den
 Inseln: 3h für 400.000 VND


Auf der Insel „cu lao Toi Son“ – Einhorn-Insel
finden wir jede Menge Gärten mit einigen exotischen Früchten, u.a. auch Kakao


Aber den Bonsaigarten, der auf einigen Tourbeschreibungen erwähnt war, finden wir nicht. D.h. da in einigen Gärten auch einige Büsche verschnitten waren, wird wohl das Ganze als „ Bonsai“ bezeichnet.
Auch von den Drachenfrüchten finden wir nur einige Pflanzen als Schauobjekte, aber ohne Früchte.


 Da waren wir wohl am falschen Ort…
Dafür lernen wir aber die Herstellung von Kokosnuss-Candys kennen:
Das Fleisch der Kokosnüsse wird geschreddert.
 Die Masse wird ausgepresst und der Saft eingedickt.
(Bis hierher  kommt mir das bekannt vor, denn so haben wir vor vielen, vielen Jahren aus Zuckerüben Sirup hergestellt)
Wenn der Saft knetfähig ist, wird  die Masse in Streifenformen aus Holz gestrichen. 

Nach kurzer Lagerung werden         
 die Streifen in Würfel geschnitten
 und verpackt- fertig!

Das sind  echte „Plombenzieher“- dafür sind die Sweets aus Banane mit Ingwer lecker!











                                                                                       Eine ca. 15- minütige Fahrt mit einem Ruderboot 
                                                                                       durch einen schmalen Kanal beschließt
                                                                                       den Besuch dieser Insel. Die Ufer dieses Kanals
                                                                                        sind aber sehr dicht mit Nipapalmen bewachsen, 
                                                                                         was eine eigenartige Stimmung ergibt…




Auf geht’s zur nächsten Insel Con Phung- Phönix-Insel. Hier geht’s noch „ gehobener touristisch“ zu:
Reste der Pagode des „ Kokosnuss-Mönchs“, Hotel und mehrere Restaurants mit schön dekoriertem Bratfisch
sogar Fahrräder werden zur Ausleihe angeboten.

Wir gehen zu Fuß,
sehen in einer anderen Coconut-Candy-Factory,
 dass je nach Rezeptur gesüßte Kondensmilch und 
eine Tinktur aus Palmblättern hinzugefügt werden 
kann- dann entsteht eine gelblich-grüne Masse,










schauen einigen – nein, nicht „thüringer Löffelschnitzern“, sondern Produzenten verschiedener Gerätschaften aus Kokospalmholz über die Schultern;



                                           Hier wird schon arbeitsteilig gefertigt..


beobachten die Kinder, die auf den „ Schulbus“ warten










und sehen eine Anregung für die Gestaltung des Pavillons im heimischen Garten (das müsste doch mit Buchsbaum auch erreicht werden können)


 und dann geht’s zurück.
Auch diese Tour war sehr interessant und einprägsam, aber längst nicht so authentisch, wie die in Can Tho.




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