Mittwoch, 9. November 2011

Herbst in Hanoi


Nun ist es scheinbar richtig Herbst geworden…
Nein, nicht so richtig mit Laubfärbung, „ indian summer“ o.ä. – so wie dieser Tage Bilder vom Reichstag in Berlin mit Bäumen im herrlich buntem Laubkleid über die „ DW“ flimmerten. Dazu fehlt es hier an den Frostgraden, die die Anthocyanbildung in der Herbstlaubfärbung begünstigen.

Dafür liegt aber schon seit Tagen ein betörender Duft über Teilen der Stadt. Den verströmen die Blüten des Ditabaumes ( Alstonia scholaris). 

Man findet ihn in Gruppen oder einzeln in verschiedenen Wuchshöhen fast überall in der Stadt. Schon ein Baum reicht aus, um den Geruch der Blüten selbst im dicksten Mopedverkehr wahr zunehmen.

Auch fällt Laub von den Bäumen- aber das ist hier keine typische Herbsterscheinung, denn irgendwelche  Bäume und Büsche wechseln sich  fast durchgehend im ganzen Jahr ab und verlieren ab und an Blätter. Damit man immer einen Grund hat, täglich Hof und Straße zu fegen.
Aber es blüht nach wie vor in den Gärten und Parks- von „ Winterfestmachung“ keine Spur.

Der Oktober verabschiedete sich mit 216 mm Niederschlag. Das sind zwar immerhin 150 % vom langjährigen Mittelwert. Aber das Maximum von 469 mm  wurde damit bei weitem nicht erreicht. Und wenn auch der November mit durchschnittlich 53 mm relativ trocken sein soll, so „bescherte“ uns der vergangene Montag ( 7.11.) immerhin schon einen ungewöhnlichen Gewitterguss mit 21 mm innerhalb von 2 h.

Aber die Temperaturen haben sich auf ein angenehmes Niveau um 24 Grad eingestellt. Das gönnt den Klimaanlagen eine Ruhepause, bevor dann wieder die Heizperiode beginnt. Und die Luftfeuchtewerte gehen lustig rauf und runter- heute haben wir 55 %.

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