Mittwoch, 10. März 2010

Laos Trip-Vientiane

Und wieder sitze ich auf dem Balkon eines Hotels- diesmal des „Vonsana Riverside„ in Vientiane.
Gerade, so gegen 18 Uhr, hat noch die Sonne die Szene über dem Mekong in spektakuläres Licht versetzt und ist dann im Dunst versunken.
Keine 50 m vor uns beginnt das Flussbett des Mekong. Auf seiner weiten Reise - aus China kommend über Thailand nach Laos – scheint er hier eine Ruhepause eingelegt zu haben, eher er dann wieder weiter nach Süden zieht , um letztendlich in Vietnam in das chinesische Meer zu münden. Jetzt – in der Trockenzeit- nimmt er nur ungefähr ein Fünftel seines Bettes ein und präsentiert auf der trockenen Fläche weite Sandbänke. Diese werden etwas weiter flussabwärts auch intensiv abgebaut. Große Bagger und tonnenschwere LKW sind zu Gange. Welch ein Unterschied zur Sand- und Kies-Gewinnung mit Eimer und Boot 500 km flussaufwärts !!!
Der Fluss bildet hier über weite Strecken die natürlich Grenze zwischen Laos und Thailand. Im Dunkeln leuchten die Lichter einer thailändischen Stadt und etwas später werden die Klänge einer Disco aus dem Nachbarland herüberschallen. Glücklicherweise nur bis 23 Uhr, denn dann ist auch in Thailand das Nachtleben vorbei....und es zieht wieder angenehme Ruhe ein.

Aber auch am Tage präsentiert sich Vientiane- die Hauptstadt von Laos- als ruhiges,
„ betuliches“ Städtchen mit großen breiten Strassen und Alleen und einem Viertel mit kleinen Gassen. Keine Hektik, kaum Straßenlärm, kein irrsinniges Gehupe, sehr wenig Mopeds –aber Tuk-Tuks in größerer Anzahl in verschiedenen Größenklassen. Dafür trifft man auch hier allerorten auf Tempel und Stupas . Viele der Tempel
wie hier der Wat Impeng sind frisch restauriert und strahlen goldglänzend in der Sonne.

Farbenprächtige Bilder im Wat Impeng


Wat Onglü - eine große Klosterschule


Nur die beiden ältesten Tempelanlagen sind noch in ihrem ursprünglichen „ Outfit“ zu sehen. Bemerkenswert auch hier die Sammlungen unzähliger Buddha- Figuren- sowohl im ältesten Tempel Wat Si Saket ( heute noch aktives Kloster und zugleich nationales Denkmal) , als auch im Ho Pha Keo ( heute nur noch Museum). Dieser war lange Zeit Heimstatt des legendären „ Emerald- Buddha“ ( aus grünem Nephrit), der 1779 von siamesischen Truppen nach Thailand entführt wurde. Heute ist die Statue in Bangkok zu bewundern. Im Garten ist ein Exemplar der legendären Steingefäße von der „ Ebene der Tonkrüge“ zu besichtigen.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums „schlägt das politische Herz“ des Landes. Hier befinden sich das moderne Gebäude der Nationalversammlung und das Nationalsymbol von Laos- der Stupa That Luang. Der ebenerdige Wandelgang ( 91 x 91 m ) und die drei Terrassen glänzen in vergoldetem Stein.

Den Zugang „ bewacht“ eine Statue des Stifterkönigs Setthathirad und zwei Klöster flankieren die imposante Anlage an der Nord – Seite ( Wat That Kuang Neua- leider z.Z. in Rekonstruktion) ) und
an der Südseite ( Wat That Luang Tai) – Residenz des Oberhauptes der Buddhisten in Loas. Hier pulsiert aktives Klosterleben!!!
Insgesamt wird das Stadtbild von Vientiane nicht so sehr von Mönchen geprägt wie in Luang Prabang. Ihr Auftreten konzentrierte sich mehr auf die Tempel und Klöster .(oftmals auch als Besuchergruppen).

Und auf dem Rückweg zum Stadtzentrum kann man das Siegestor Patu Xay nicht verfehlen- der „laotische Arc de Triumph“ . Von oben hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt mit der Lane Xang Avenue und auf ein interessantes Objekt – die Anlage der Begräbniszeremonien.
hier sehen wir das Krematorium

Nicht weit davon entfernt befinden sich der Talat Sao, der ganztägig geöffnete
„ Morgenmarkt“ und das Busterminal.

( mehr Bilder sind, wie immer, in der Galerie zu sehen)

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