Mittwoch, 16. September 2009

Heimwerken auf Vietnamesisch

Es bestand die Aufgabe, einen Rahmen über das Bett für das Moskitonetz ( 2x2,2x2 m- aus Bad Honnef mitgebracht) anzufertigen.
Das Anhängen an die Decke schied als theoretische Variante aus, weil
- die Decke zu hoch ist
- ich keine Spreizdübel hatte und
- der Deckenventilator im Wege war ( das war letztendlich entscheidend, die
anderen Argumente wären nur „ Ausreden“ gewesen)

Also bestanden folgende Teil-Aufgaben:

1. Material- und Werkzeugbeschaffung
Für den Rahmen hatten wir uns schon in Vorbereitung Bambusstangen ausgewählt, die im nahegelegenen ( ca. 400m entfernt) „ Kaufhaus“ in 4 m Länge angeboten wurden.
Auf dem Heimweg zu Fuß mit 4 Stück dieser Stangen trug ich offensichtlich sehr zur Erheiterung der Leute in den Straßen in Gassen bei. Ich verstand die Kommentare zwar nicht , aber sie klangen irgendwie lustig.
Die Holzschrauben fand ich überraschender Weise auch in der Nähe in einem „ Mini- Mini-OBI“ in einer respektablen Auswahl.
Stichsäge und Bohrmaschine hatte unser CIM- Freund Jovi glücklicherweise in seinem Container mitgebracht, so dass ich mich nur zur ersten „ Xe OM“- Fahrt ( Motor- Bike Taxi) ermutigen musste – ging übrigens unkompliziert!

2. Zuschnitt- d.h. Stangen in der Mitte Durchschneiden

3 Anbringen der Säulen am Bettrahmen
Dazu mussten die Stangen jeweils an einer Stelle geschlitzt werden, weil die
Verbindungskonstruktion des Bettkastens im Wege war. Zum Anschrauben
boten die Kanthölzer des Bettkastens genügend Halt.

4. Zuschneiden und Anbringend der oberen Kanten
Da Bambus ja nicht exakt gerade gewachsen ist, musste jede Kante einzeln eingemessen
werden.
Ich hatte ursprünglich der Ergeiz, einen exakten Gehrungsschnitt hinzulegen. Aber leider hatte ich keine Schablone, die in den Schnitt auch noch eine Rundholz integriert, dass die Kanten umschließen sollen. Mit viel Probieren und Anhalten habe ich dass dann doch hinbekommen.


Und außerdem wurden mit dem nachfolgenden Schritt sowieso alles „ kaschiert“

5. Stabilisieren
Mit Pack- Klebeband wurden alle 4 Eckpunkte umwickelt.



Das Ganze vollzog sich bei 32 Grad und der Schweiß rann wahrhaftig in Strömen !!!

Am Abend brauchte die „ Meisterin“ nur noch das Netz zu richten und sind wir für die Zeiten gewappnet, wenn die Temperaturen nachts offene Fenster ohne Klimaanlage gestatten.

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