Wir haben ein Problem mit unserem Wohnumfeld. In der Nachbarschaft hat ein Body- building-Studio geöffnet, von dem aus wir teilweise in unerträglicher Lautstärke in einem Mix aus hiphop und Fernseher beschallt werden. Die bisherige Bauweise wirkt wie ein direkt auf uns gerichteter Schalltrichter, so dass wir fast die einzigen Betroffenen sind.
Wir sind zwar bemüht, das Problem zu lösen. Aber sich nach Alternativen umzuschauen, kann ja nicht schaden.
Also recherchieren wir auf den einschlägigen web-sites und unterziehen uns einiger Besichtigungstouren. Da kann man so allerhand erleben:
- viele Makler bieten noch Häuser an, die längst nicht mehr verfügbar sind (so entdeckten wir bei einem Makler noch „ unser“ Haus, in dem wir schon seit zwei Jahren wohnen.)
- Die meisten Fotos zeigen mehr oder weniger wichtige Details vom Inneren der Häuser, geben aber kaum Informationen zum Umfeld
- Die Ortsbeschreibungen und Treffpunkte mit den Maklern sind oft genug äußerst irreführend und verraten teilweise, dass der betreffende Makler das Terrain auch nicht kennt oder „ sehr weiträumig denkt“
- Manchmal muss der Eigentümer auch erst zum Objekt kommen und im Extremfall bekommt er das Objekt selbst nicht geöffnet, so dass eine Besichtigung ausfallen muss.
Deshalb „ benehmen wir uns wie der Alptraum eines jeden Maklers“:
- Wir formulieren unsere Ansprüche sehr detailliert
- Wir möchten die genaue Anschrift des Objektes wissen, damit wir in Ruhe das Umfeld checken können. Wenn dieses nicht stimmt, können wir für alle Beteiligten zeit- und nervenaufreibende Besichtigungen sparen.
- Wir möchten nicht in Tay Ho und in Ciputra wohnen, wo es die meisten Ausländer hingezogen hat.
Und was uns da so alles angeboten wird:
- „ ruhige Wohnlagen“ entpuppen sich als Hinterhöfe an ellenlangen Gassen oder die
Hinterfront grenzt an einen Busbahnhof
- teilweise recht geschmackvoll und modern eingerichtete Häuser haben leider zu wenig
Fenster und einzelne Räume/ Küchen sind wahre Dunkelkammern
- in manchen Häusern „ springt einen der Schimmel gleich an“, wenn man nur das Haus
betritt.
So kennen wir nun wieder einige Gegenden von Hanoi und viele Häuser mehr, in denen wir nicht wohnen wollen. Frei stehende, luftige Häuser in ruhiger Gegend sind offensichtlich ein
Wunschtraum, der in Hanoi wenig Chancen auf Erfüllung hat.
Uns bleibt höchstwahrscheinlich nur übrig, mit unserem Vermieter zu versuchen, beim Verursacher des Lärms Baumassnahmen durchzusetzen. Die „ klugen Ratschläge“ der Nachbarn, auf die auch in Vietnam existierenden Gesetze bezüglich Lärm zu pochen, sind kaum dauerhaft wirksam und mindern die Belästigung nur zeit- und teilweise.
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