Donnerstag, 4. Februar 2010

Auf der Ponton- Brücke über den Roten Fluss

Auch Flops muss man verkraften:
Irgendwann und irgendwie war uns ein Werbeprospekt vom „ Ca Phe Ve Lo“ ins Haus geflattert. Fahrradtouren durch Feld und Flur und ein ruhiges Gartenlokal lockten da in der westlichen Vorstadt. Das wollten wir denn an diesem sonnigen Sonntag erkunden. Der Weg war gut beschrieben und so fanden wir auch schnell dahin. Das Umfeld erschien uns aber schon nicht gerade einladend und dann standen wir – vor verschlossenem Tor. Und von idyllischem Garten war auch nichts zu sehen- nun, ja !!??

Da wir aber nun schon in dieser Gegend waren, fuhren wir etwas weiter- nun schon nicht mehr auf Straßen , sondern auf z.T. holprigen Wegen- aber immerhin zeigten viele Fahrspuren, dass hier noch lang gefahren wird. Aber plötzlich standen wir an einer Eisenbahnbrücke über ein kleines Flüsschen. Nur ein schmaler Eisensteg führte entlang des Gleises , aber drüben lockte eine befahrene Strasse. Vera tastete sich vorsichtig zu Fuß hinüber und ich schob das Moped hinterher- sicherlich zur Belustigung einiger Einheimischer!!!

Die Straße führte dann durch eine Wohngegend „ auf niedrigem Level“, die aber durch einige Verwaltungsgebäude und eine große Internatsschule ( das leiteten wir aus der großen Anzahl von Jugendlichen ab) aufgewertet wurde.

In einem Gebiet mit mehreren Plantagen kamen wir dann doch noch zu unserem beabsichtigten Spaziergang und dabei konnten wir die Anbau – und Schnitt-Technik von Aprikosen- und Apfelsinenbäumchen studieren. Die meisten waren sicherlich für dekorative Zwecke bestimmt.

In einem „ Bia Hoi“- ( Freiluft- Biergarten-„ Restaurant“) mit Tenniscourt (!!!) war die Speisekarte wieder die große Herausforderung- nur in VN und ohne Bilder. Mittlerweile können wir ja schon einiges „ interpretieren“ und beim Schweinefleisch hatten wir diesmal Glück mit der Auswahl ( keine Ohren !!!!)- alles schmackhaft, reichhaltig und preiswert.

Auf der Weiterfahrt erreichten wir dann die uns schon bekannte Dammstraße am Roten Fluss. Die Neugierde trieb uns in den nahen Uferbereich und dort entdeckten wir die Attraktion des Tages:
Ungefähr 1 km flussaufwärts von der großen Autobrücke war eine Ponton- Brücke über den Fluss gelegt worden.
Im Hintergrund ist die große Straßenbrücke zu sehen.

Ein Ergebnis einer militärischen Übung oder logistische Notwendigkeit
( Entlastung der großen Straßenbrücke während der Rekonstruktion) oder beides?? Jedenfalls war im Umfeld viel Militär zu sehen ( was mich auch dazu bewog, nur von der Ferne zu fotografieren!!) , aber die Fahrzeuge (LKW und PKW )waren überwiegend zivil.


Ja, und ehe wir uns versahen, standen bzw. fuhren wir auf den Pontons- das gab schon ein eigenartiges Gefühl mit einigem „ Bauchkribbeln“!!!!! Nur
1 Meter entfernt von der schmutzigen Brühe, die zwar an den Brückenelementen etwas gurgelte, aber sonst gemächlich dahin floss. Aber es schien alles sicher und fachmännisch verlegt zu sein und ohne Probleme langten wir am andern Ufer an.
So dachten wir es jedenfalls, aber nach der steilen Uferauffahrt kam noch eine weitere, kürzere Brücke über einen Nebenarm zum Vorschein. Und diese Auffahrt lag dann halb im Wasser und ein LKW hatte seine Probleme mit dem Vorwärtskommen.
Da siegte dann doch die Vernunft über die Neugierde und wir fuhren retour.
Die ganze Zeit lang war übrigens kein weitere Moped zu sehen, aber die Leute – in Uniform und Zivil) – reagierten freundlich und belustigt über „ die verrückten Langnasen“......

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